Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
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Aesculus x carnea 'Briotii'
Rotblühende Rosskastanie | Scharlachrosskastanie

Ein gut winterharter und stadtklimafester Baum. Da nur wenige Früchte ausgebildet werden, ist diese Sorte auch für Strassen begleitende Alleen geeignet, sofern die Baumgruben ausreichend gross ausgebildet sind.
Aesculus × carnea 'Briotii' ist eine Kreuzung zwischen A. hippocastanum (aus Osteuropa) und A. pavia (aus den USA), die um 1858 in Trianon (F) entstand. Die Artkreuzung Aesculus × carnea (ohne Sorte) wird selten in Baumschulen kultiviert; sie wurde um 1818 in Deutschland erzielt.
Sommergrün belaubter, mittelgrosser Baum von 12 bis 18 m (20 m) Höhe und 9 bis 13 m Breite. Die Krone ist dicht geschlossen und rundlich bis breit pyramidal aufgebaut.
Die gegenständig angeordneten, handförmigen und fünfteiligen, dunkelgrünen, leicht glänzenden Blätter werden 9–15 cm lang. Sie erscheinen früh und färben sich im Herbst gelbbraun. Die leuchtend blutroten und bis 25 cm langen Blütenstände, die sich ab der zweiten Maihälfte entwickeln, sind etwas grösser und kräftiger als bei der Artkreuzung, und auch ihre Färbung ist intensiver rot. Die Astrinde ist graugrün, und die Winterknospen kleben nicht.
Das tief gehende, dicht verzweigte Herzwurzelsystem besitzt einen hohen Feinwurzelanteil. Früchte werden nur wenige angesetzt; sie sind auch deutlich weniger stachelig als jene von Aesculus hippocastanum. Ein sonniger und offener Standort auf einem drainierten, nahrhaften, lehmig-humusreichen und nicht zu trockenen Boden hat sich bestens bewährt. Aesculus × carnea 'Briotii' besitzt jedoch eine breite Bodenamplitude.
Ein gut winterharter und stadtklimafester Baum. Da nur wenige Früchte ausgebildet werden, ist diese Sorte auch für Strassen begleitende Alleen geeignet, sofern die Baumgruben ausreichend gross ausgebildet sind. Die Rotblühende Rosskastanie hat sich als weitgehend resistent gegen den Befall mit der Rosskastanienminiermotte erwiesen, ist leider aber anfällig für einen Befall mit der Kastanien-Bakterienkrankheit (Pseudomonas syringae pv. aesculi).
Die Blüten erscheinen etwa ab dem zehnten Lebensjahr. In Baumschulen wird diese Sorte meist am Stammfuss veredelt (Fussveredelung), gelegentlich sind auch Kronenveredelungen anzutreffen, diese bilden aber unschöne flaschenhalsartige Verjüngungen aus. Dank der dichten Krone eignet sich die Scharlachrosskastanie auch vorzüglich als Schattenspender für Biergärten, Gartenwirtschaften etc. und kann auch gut schirmartig gezogen werden (Dach- oder Schirmform).
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
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