Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
Über die Suchfunktion oben rechts (versteckt hinter den drei Querstrichen) oder die Hashtags am Ende jedes Pflanzenporträts können gezielt Arten mit bestimmten Eigenschaften gefunden werden.
Amelanchier ovalis
Echte Felsenbirne | Edelweissstrauch | Felsenmispel | Gewöhnliche Felsenbirne | Mitteleuropäische Felsenbirne

Ein robustes einheimisches Gehölz, das gut frosthart ist und auch hochsommerliche Hitze- und Trockenphasen gut überstehen kann.
In warmen und südexponierten Lagen von Europa, Kleinasien und Nordafrika; wächst gern an Waldrändern des Alpenvorlands auf mageren, eher trockenen, kalkhaltigen Böden und kann in lichten Kiefernwäldern bis gegen 2000 m ü. M. aufsteigen.
Mittelhoher, vieltriebiger und locker verzweigter, sommergrün belaubter Strauch, der 3–4 m hoch und ebenso breit werden kann. Die rundliche und breitbuschige Gestalt wird durch die nestartigen Ausläufer, die sich regelmässig bilden, noch verstärkt.
Die wechselständig angeordneten, eiförmigen bis ovalen Blätter werden 3–5 cm lang; sie sind an der Spitze und der Basis abgerundet und der Rand ist fein gesägt. Im Austrieb sind sie weissfilzig behaart und vergrünen im Lauf des Sommers, um sich im Herbst in den prächtigsten warmen Farbtönen von gelborange bis scharlachrot zu präsentieren. Die weissen, 2–2,5 cm grossen Blüten erscheinen im April vor dem Laubaustrieb zu dritt bis sechst beisammen in kurzen, aufrechten, filzig behaarten Trauben und werden gern von Bienen wie auch von zahlreichen weiteren Insekten besucht. Die jungen Triebe sind weissfilzig behaart, werden später kahl sowie bräunlich, und die ältere Rinde bzw. Borke bleibt glatt mit einer grauen bis graubraunen Färbung. Im Unterschied zu anderen Arten weisen die winterlichen Knospen oft eine filzige Behaarung auf.
Die dunkelblauen bis schwarzen, rundlich heidelbeerartigen, essbaren Früchte können bis 1 cm gross werden und schmecken saftig süss. Das Wurzelwerk ist sehr anpassungsfähig und richtet sich nach dem Boden. In der Regel wird ein flaches und gut verzweigtes Herzwurzelsystem ausgebildet, auf steinigen und mageren Böden können einzelne Wurzeln aber auch sehr tief in den Boden eindringen.
Ein sonniger bis absonniger Standort gefällt der Echten Felsenbirne am besten. Auch was den Boden betrifft, ist sie nicht wählerisch. Bevorzugt werden jedoch ein kalkreicher, eher steiniger, durchlässiger Bodentyp und eine Reaktion im neutralen bis alkalischen Bereich.
Ein robustes einheimisches Gehölz, das gut frosthart ist und auch hochsommerliche Hitze- und Trockenphasen gut überstehen kann. Amelanchier ovalis ist sehr wertvoll für unsere Vogel- und Insektenwelt und eignet sich bestens für gemischte Wildhecken wie auch für extreme und sommertrockene Lagen, bspw. in Böschungen. Auch im Garten oder auf exponierten Dachterrassen, in Trögen und Gefässen, ist sie eine beliebte und bewährte Felsenbirnenart.
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
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