Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
Über die Suchfunktion oben rechts (versteckt hinter den drei Querstrichen) oder die Hashtags am Ende jedes Pflanzenporträts können gezielt Arten mit bestimmten Eigenschaften gefunden werden.
Calluna vulgaris
Besenheide | Heidekraut

Die gut frostharte Besenheide ist ein robustes Pioniergehölz, das, einmal eingewachsen und etabliert, auch sommerliche Hitze- und Trockenperioden gut übersteht. Sie wirkt sehr schön in der Kombination mit grossen Natursteinen und Kiefern/Föhren und überzeugt auch flächig gepflanzt in Heidegärten.
Monotypische Gattung und bekannte Charakterpflanze der europäischen Heide- und Moorlandschaften, auch in Skandinavien, im nördlichen Kleinasien und in Nordmarokko; bevorzugt auf frischen bis feuchten und sauren bis neutralen sandigen Torfböden. Es sind heutzutage über 600 Kultursorten im Handel, die durch gezielte Kreuzungen, durch Selektion oder als Zufallssämlinge entstanden sind.
Eher langsam wachsender, niederliegender bis aufrechter, dichtbuschiger und mit der Zeit grössere Matten bildender, immergrüner Zwergstrauch. In der Höhe können 20–70 cm (100 cm) erreicht werden. Die einzelnen Sorten variieren mit ihrem Habitus jedoch erheblich, einige sind auch knospenblühend.
Die schuppenartig nadelförmigen, 1–3 mm langen Blätter stehen kreuzweise gegenständig an den Trieben. Die Wildart blüht in rosalilafarbenen Glöckchen, die zu mehreren beisammen in 5–10 cm langen, aufrechten Trauben von August bis November erscheinen. Die Blüten der reinen Art sowie der einfach blühenden Sorten werden gern von Bienen, Hummeln, Schwebefliegen und zahlreichen weiteren Insekten besucht. Die braunen, recht kleinen Kapselfrüchte verbreiten sich durch den Wind. Das Wurzelwerk ist feinfilzig und oberflächennah aufgebaut und breitet sich flächig aus. Ein sonniger bis leicht schattiger Standort ist für Calluna vulgaris optimal. Sie gedeiht auf allen mässig trockenen bis feuchten, sauren und nährstoffarmen Torf- und Sandböden.
Die gut frostharte Besenheide ist ein robustes Pioniergehölz, das, einmal eingewachsen und etabliert, auch sommerliche Hitze- und Trockenperioden gut übersteht. Sie wirkt sehr schön in der Kombination mit grossen Natursteinen und Kiefern/Föhren und überzeugt auch flächig gepflanzt in Heidegärten.
Als Vorpflanzung im Moorbeet ist sie ein idealer Bodendecker, der mit der immensen Sortenvielfalt von einigen Hundert ein riesiges Farbspektrum und gestaffelte Blütezeiten ermöglicht. Es empfiehlt sich, Neuheiten zuerst kleinflächig einzusetzen, um ihre Robustheit und ihren Charakter einschätzen zu können. Im Herbst wirken gerade die sogenannten Knospenblüher, bei denen die Kelchblätter schützend die Blüte umhüllen und so lang anhaltend für Farbe sorgen, in Gefässen und Trögen mit einem entsprechenden Substrat sowie bei Hauseingängen als Herbstzauber aufgestellt besonders attraktiv.
Früher wurde die Besenheide als Reisig zur Herstellung von Besen genutzt, was ihr auch den Namen gegeben hat. Ein Rückschnitt unter die letztjährigen Blütenstände sollte im ein- bis zweijährigen Rhythmus im März/April erfolgen, da die Pflanzen sonst «langbeinig» und blühfaul werden.
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
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