Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
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Cedrus atlantica 'Glauca'
Blaue Atlas-Zeder | Blauzeder

In unseren grösseren Gärten und Parkanlagen ein regelmässig anzutreffendes malerisches Nadelgehölz. Die langlebige und edel wirkende Blaue Atlas-Zeder ist ein attraktiver und imposanter Solitär, der mit einer dezenten Unterpflanzung oder in einer Rasenfläche, bei genügend grossen Platzverhältnissen, in Stadtpärken oder Friedhöfen optimal zur Geltung kommt.
Diese Zeder aus der Glauca-Gruppe kommt im nordafrikanischen Atlasgebirge, gemischt mit Cedrus atlantica-Beständen, bis auf 2000 m ü. M. recht häufig in Wäldern vor. Die Intensität der Blaufärbung sowie der Habitus dieser seit etwa 1870 in europäischen Baumschulen kultivierten Auslese sind recht variabel.
Mächtiger, immergrüner Nadelbaum mit einem anfänglich breit kegelförmigen Kronenaufbau; im Alter bildet sich dann die typische, ausladende Schirmkrone. Kann bis 35 m hoch und 20 m breit und über 500 Jahre alt werden.
Diese blaunadelige Sorte ist im Vergleich zur Art etwas dichter beastet. Die Nadeln sind besonders im Austrieb prächtig grau- bis stahlblau gefärbt; sie werden 2–2,5 cm lang und stehen an den Langtrieben spiralig und einzeln, während sie an den Kurztrieben in dichten, rosettenähnlichen Büscheln zu 20 bis 40 beisammenstehen. Die einhäusig verteilten, eingeschlechtigen Blüten erscheinen zwischen August und Oktober. Die tonnenförmigen, anfänglich grünlichen, später violettbraunen bis braunen Zapfen werden bis 7 cm lang und stehen auf den Trieben.
Junge Triebe weisen eine graugrüne Färbung auf, und die längsrissige, sich plattenartig lösende Borke färbt sich am Stamm dunkelschwarzgrau. Das wertvolle, witterungsbeständige Holz wird seit alters her geschätzt, ebenso auch das Zedernholzöl. 'Glauca' bildet ein mässig bis spärlich verzweigtes Herzwurzelsystem aus und ist nach einer Verpflanzung oft etwas instabil.
Ein vollsonniger Standort im Freistand an einer wintermilden Lage hat sich als ideal erwiesen. Der Boden sollte mässig trocken bis frisch, nährstoffreich und gut drainiert sein. Böden, die eine neutrale bis alkalische Reaktion aufweisen, werden bevorzugt, aber auch mässig saure Böden werden noch toleriert, sofern die übrigen Wachstumsfaktoren stimmen.
In unseren grösseren Gärten und Parkanlagen ein regelmässig anzutreffendes malerisches Nadelgehölz. Die langlebige und edel wirkende Blaue Atlas-Zeder ist ein attraktiver und imposanter Solitär, der mit einer dezenten Unterpflanzung oder in einer Rasenfläche, bei genügend grossen Platzverhältnissen, in Stadtpärken oder Friedhöfen optimal zur Geltung kommt. Die in unseren Breiten ausreichend frostharte Sorte erträgt sommerliche Hitzephasen und Trockenheit, einmal eingewachsen und etabliert, meist klaglos und kann mit urbanem Klima wie auch den damit verbundenen Immissionen gut umgehen. Wichtig ist es, eine stabile Verankerung über 2 bis 4 Jahre sicherzustellen, da sie nach einer Verpflanzung nur langsam wieder «Fuss fasst».
Gelegentlich wird diese Zeder auch unter dem Sammelbegriff Glauca-Gruppe geführt, da in europäischen Baumschulen oft verschiedene blaunadelige Typen unter der Sortenbezeichnung 'Glauca' weitervermehrt und kultiviert werden. Auch dass die jeweils gültige Nomenklatur bereits mehrfach geändert wurde (siehe Synonyme) hat ebenfalls dazu beigetragen, dass bei ihr oft etwas Verwirrung herrscht.
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
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