Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
Über die Suchfunktion oben rechts (versteckt hinter den drei Querstrichen) oder die Hashtags am Ende jedes Pflanzenporträts können gezielt Arten mit bestimmten Eigenschaften gefunden werden.
Cedrus deodara
Himalaja-Zeder

Ein majestätisch anmutendes Nadelgehölz, das jedoch recht wärmebedürftig und durch den frühen Austrieb auch spätfrostgefährdet ist.
Im westlichen Himalaja; bevorzugt in Höhenlagen von 1200 bis 2300 m ü. M., oft waldbildend. Bereits um 1822 nach England eingeführt.
In jungen Jahren ein breit kegelförmig, später locker ausladend und breitkroniger Nadelbaum. Während er in seiner Heimat oft 35 m, auch bis über 50 m hoch wird, sind bei uns meist nur 15–25 m (30 m) Höhe zu erwarten. Die Stämme können an der Basis 2–3 m Durchmesser erreichen.
Vom Stamm stehen die Äste waagrecht ab, und die Zweigspitzen sowie der Gipfeltrieb hängen elegant über; die cremefarbenen Jungtriebe sind kurz behaart. Die 2–6 cm langen, grün bis blaugrün gefärbten, 1–1,5 mm breiten Nadeln weisen eine leicht stechende Spitze auf. Sie besitzen gut sichtbare Spaltöffnungslinien und stehen an den Kurztrieben zu 20 bis 30 beisammen.
Die eingeschlechtigen, einhäusig verteilten Blüten erscheinen im September/Oktober, wobei die männlichen kätzchenartigen Blüten bis 7 cm lang werden können, gefolgt von den ei- oder tonnenförmigen, bis 13 cm langen und 5–8 cm breiten Zapfen; diese sind anfänglich graugrün, später dann bläulich grün, oft etwas purpurn getönt und im reifen Zustand dunkelbraun gefärbt. Das Wurzelwerk entwickelt sich, etwas bodenabhängig, meist tief und ist eher spärlich verzweigt.
Ein sonniger bis absonniger und windgeschützter, milder Standort behagt Cedrus deodara am besten, und ein nährstoffreicher, gut durchlässiger, sandig-lehmiger Boden mit einer leicht sauren bis neutralen Reaktion hat sich als optimal erwiesen. Auf zu kalkhaltigen Böden werden die Nadeln chlorotisch und das Gehölz kümmert.
Ein majestätisch anmutendes Nadelgehölz, das jedoch recht wärmebedürftig und durch den frühen Austrieb auch spätfrostgefährdet ist. Oft interpretiert man beim Begriff Himalaja im Namen fälschlicherweise eine hohe Winterbeständigkeit; dem ist aber nicht so: Biswind und Wintersonne sind Gift! Dafür erträgt die Himalaja-Zeder Hitze und das Stadtklima recht gut. Am schönsten wirkt das Gehölz einzeln inszeniert in grosszügigen Parkanlagen mit einem flachen Unterwuchs, bspw. einer Rasenfläche. Für die Verwendung im Hausgarten sind die nachfolgend vorgestellten kleiner bleibenden Gartenformen und Sorten meist besser geeignet.
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
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