Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».

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Chamaecyparis obtusa

Feuerscheinzypresse | Hinoki-Scheinzy­presse | Hinoki-Weisszeder




Chamaecyparis obtusa

Die Hinoki-Scheinzypresse gehört in Japan zu den forstwirtschaftlich wichtigsten Edelhölzern und wird als Bauholz für Tempel und Schreine wie auch zur Herstellung von Sportgeräten, z. B. Tischtennisschläger, verwendet.

VERBREITUNG

Japan; vorzugsweise auf durchlässigen, sandigen Lehmböden. Nach Europa (Grossbritannien und Niederlande) 1861 eingeführt.

WUCHS

Immergrüner, schuppenförmig belaubter Nadelbaum von 30 bis 40 m (50 m) Höhe und einem zunächst dicht kegelförmigen Wuchs mit nahezu horizontal ausladenden Ästen und fächerartig ausgebreiteten Zweigen. Im Alter wird die Pflanze deutlich breiter und flacht im Wipfel ab.

MERKMALE & EIGENSCHAFTEN

Die ledrigen Nadeln bzw. schuppenförmigen Blätter werden bis 3 mm lang und 1,5 mm breit; sie sind auf der Oberseite dunkelgrün glänzend, während die Unterseite eher graugrün und mit einer silberweissen Y-förmigen Zeichnung erscheint. An den Hauptzweigen sind die oft kantenständigen Blätter etwas grösser und vorne leicht einwärtsgebogen. Die Blätter bleiben bis zu 3 Jahre am Trieb. Im April erscheinen die gelborangen bis rötlichen männlichen Blüten und bestäuben die eher unscheinbaren weiblichen Blüten. Später reifen die anfänglich gelbgrünen, kugeligen, an kleinen Stielen wachsenden Zapfenfrüchte, die 1–1,3 cm gross werden und acht bis zehn Schuppen aufweisen. Im reifen Zustand nehmen sie eine braune bis rotbraune Färbung an, und der Schild ist dann nach aussen gedrückt; die ­schmal geflügelten Samen werden bis 3 mm lang.

Aus dem hellen, zitronenartig duftenden Holz und den Blättern wird in Japan das wertvolle ätherische Hinokiöl gewonnen. Ein sonniger bis absonniger Standort auf einem drainierten, aber frischen und nahrhaften, leicht sauren Gartenboden behagt dieser Art am besten.

Essenz

Die Hinoki-Scheinzypresse gehört in Japan zu den forstwirtschaftlich wichtigsten Edelhölzern und wird als Bauholz für Tempel und Schreine wie auch zur Herstellung von Sportgeräten, z. B. Tischtennisschläger, verwendet. In unseren Gärten findet man die reine Art eher selten.Viel häufiger sind die zahlreichen von ihr abstammenden, oft zwergig wachsenden Kultursorten in Gärten und Parkanlagen anzutreffen. Deren Ansprüche an Boden und Standort und die gärtnerische Verwendung sind deckungsgleich.

FOTOS


Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.

Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.


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