Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
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Cornus alba
Tatarischer Hartriegel | Weisser Hartriegel

Der Weisse Hartriegel bietet zahlreichen, auch einheimischen, Vögeln, Kleinsäugern und Insekten Nahrung und Schutz. Er ist ein robustes, schattentolerantes, frosthartes und regenerationsfreudiges Gruppengehölz, das sogar einen «Rückschnitt» mit einem Forstmulcher toleriert.
Vom europäischen Russland bis Sibirien, Mandschurei und Nordkorea; bevorzugt entlang von Gewässern und am Rand von Auenwäldern auf feuchten Böden.
Breit aufrecht wachsender, sommergrüner Strauch, der 3–4 m (5 m) hoch und ebenso breit werden kann. Im Alter meistens breiter als hoch, da sich die bodenberührenden Zweige bewurzeln und so ganze Matten bilden können.
Die 4–10 cm langen, elliptisch-eiförmigen Blätter stehen gegenständig an den Trieben; ihre Oberseite wirkt lebhaft grün, während die Unterseite eher bläulich grün getönt ist. Im Herbst färbt sich das Laub gelb bis orangerot. Im Mai erscheinen die gelblich weissen, 3–5 cm grossen Blüten in Form von Trugdolden und werden gern von zahlreichen Insekten besucht.
Im Herbst reifen die etwa erbsengrossen, weiss bis blauweiss bzw. hellblau gefärbten Früchte; sie sind ungeniessbar bzw. für den Menschen schwach giftig. Die jungen Triebe sind blut- oder korallenrot gefärbt und mit punktförmigen, hellen Lentizellen versehen. Diese Färbung kommt besonders gut im Winter, wenn Schnee liegt, zur Geltung. Später nimmt die Rinde an den älteren Ästen eine braunrote bis graubraune Färbung an.
Das Wurzelwerk entwickelt sich oberflächennah und ist fein verzweigt. Ein sonniger bis halbschattiger Standort auf einem nicht zu trockenen und nahrhaften Boden ist ideal. Cornus alba bevorzugt frische bis feuchte Böden; deren Reaktion kann von mässig sauer bis mässig alkalisch eine recht weite Amplitude aufweisen.
Der Weisse Hartriegel bietet zahlreichen, auch einheimischen, Vögeln, Kleinsäugern und Insekten Nahrung und Schutz. Er ist ein robustes, schattentolerantes, frosthartes und regenerationsfreudiges Gruppengehölz, das sogar einen «Rückschnitt» mit einem Forstmulcher toleriert. Er kann sich an zusagenden Standorten recht stark ausbreiten und dadurch mitunter sogar lästig werden. Mit seiner Vitalität und Frosthärte jedoch ein gut geeignetes Gehölz zur Begrünung von extrem beanspruchten, feuchten bis nassen Rabatten, Retentionsmulden und Versickerungsflächen, die mit einem minimalen Pflegebudget betreut werden müssen.
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
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