Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
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Elaeagnus angustifolia
Russische Olive | Schmalblättrige Ölweide

Eines der salztolerantesten Gehölze unserer Klimazone. Die Schmalblättrige Ölweide erträgt hohe Streusalzkonzentrationen und Hitze, was sie zu einer idealen Stadtklimapflanze macht.
Vorder- und Zentralasien in Steppengebieten; bevorzugt auf durchlässigen Sand- und Kiesböden. Wurde bereits im Mittelalter in den Mittelmeerraum eingeführt und ist in Nordamerika auch verwildert (Neophyt) anzutreffen.
Sommergrüner, hoher Strauch oder sparriger Kleinbaum mit breit ausladenden Ästen, der oft bizarre und eigenwillige Formen entwickelt. Im Alter hängen die Zweige malerisch herunter. Kann 6–8 m (10 m) hoch und ebenso breit, teilweise sogar noch breiter als hoch werden.
Die wechselständig angeordneten, länglich-lanzettlichen Blätter werden 5–8 cm gross; sie sind auf der Oberseite grünlich grau, während die Unterseite silberweiss gefärbt und weich behaart ist. Die gelblich weissen, etwa 10 mm grossen Blüten erscheinen äusserst zahlreich von Mai bis Juni und duften angenehm; sie sind innen gelb, aussen silbrig und werden gern von Bienen, Hummeln, Schmetterlingen wie auch von zahlreichen weiteren Insekten besucht. Die silberschuppigen, 7–14 mm grossen, olivenförmigen, gelben und essbaren Früchte schmecken mehlig-süss und sind vitaminreich. Die jungen Triebe sind silbrig schilfrig behaart; später entwickelt sich eine graubraune, längsrissige Streifenborke, und die Zweige sind oft mit 1–3 cm langen Dornen bewehrt. Das Wurzelwerk ist fleischig und nur grob verzweigt; der Feinwurzelanteil ist gering.
Auf zu nährstoffreichen, fetten Böden ist diese Ölweide bisweilen instabil und windwurfgefährdet. Ein vollsonniger und warmer Standort auf einem durchlässigen, trockenen bis frischen, steinigen und kalkhaltigen Boden ist optimal. Sie toleriert jedoch nahezu jede Bodenart und weist, was die Bandbreite des pH-Werts betrifft, auch eine weite Amplitude auf.
Eines der salztolerantesten Gehölze unserer Klimazone. Die Schmalblättrige Ölweide erträgt hohe Streusalzkonzentrationen und Hitze, was sie zu einer idealen Stadtklimapflanze macht. Sie hat aber auch einen hohen ökologischen Nutzen: So dient sie zum einen den Bienen und Vögeln als Nahrungsquelle und wird zum anderen als Küstenschutzpflanze auf Dünen gepflanzt. Einsanden und Salzluft erträgt sie schadlos.
Die Wurzeln leben in Symbiose mit Luftstickstoff sammelnden Bakterien/Strahlenpilzen, sodass Ölweiden auch zur Begrünung von Ödland bestens geeignet sind. In der Gartengestaltung können sie ebenfalls vielseitig eingesetzt werden: Ob als schirmförmig aufgeasteter Solitär, als wild wachsende Hecke, in Ruderalflächen und Kiesgärten oder in grossen Gefässen mit einer dunklen Hausfassade im Hintergrund, erzielt sie eine gute Wirkung und überzeugt mit ihrer Robustheit.
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
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