Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».

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Genista tinctoria

Eiblattginster | Färberginster



Genista tinctoria

Ein robuster Sommerblüher, der in heissen und trockenen Lagen vielseitig zu verwenden ist. Ob in Gefässen und Trögen, in Heide- bzw. Steingärten oder gar als niedere Blütenhecke in Kombination mit Bartblumen (Caryopteris): Der Färberginster überzeugt.

VERBREITUNG

Europa und Vorderasien, fehlt aber im Alpenvorland und in den Alpen; bevorzugt auf trockenen Magerwiesen, Felshängen, in lichten Eichen- oder Kiefernwäldern und an deren Rändern.

WUCHS

Buschiger, dichttriebiger Kleinstrauch mit locker aufrechtem Habitus. In der Regel erreicht er 50–70 cm, seltener 120 cm Höhe und eine ebensolche Breite.

MERKMALE & EIGENSCHAFTEN

Die einfachen, sommergrünen Blätter werden 1,5–2 cm lang, sind dunkelgrün glänzend und stehen wechselständig an den hellgrünen und tief gefurchten Trieben. Von Juni bis August erscheinen die goldgelben Blüten in endständigen Trauben und werden gern von Bienen, Hummeln und anderen Insekten besucht. Oftmals erfolgt im Herbst eine Nachblüte. Die braungrauen Hülsenfrüchte werden bis 3 cm lang.

Meist bildet der Färberginster, der als Stickstoffsammler gilt, ein kräftiges Pfahlwurzelsystem aus, das bis 1 m in die Tiefe reichen kann. Ein sonniger bis absonniger, warmer Standort, wie er häufig am südlichen Gehölzrand anzutreffen ist, behagt ihm am besten. Ein trockener bis frischer, sandig-humoser, gut durchlässiger und nur mässig nährstoffreicher Bodentyp ist optimal. Der pH-Wert kann von schwach sauer bis schwach alkalisch reichen. Auf zu nährstoffreichen Böden reift die Pflanze im Herbst schlecht aus und ist dann frostgefährdet.

Essenz

Ein robuster Sommerblüher, der in heissen und trockenen Lagen vielseitig zu verwenden ist. Ob in Gefässen und Trögen, in Heide- bzw. Steingärten oder gar als niedere Blütenhecke in Kombination mit Bartblumen (Caryopteris), Erbsensträuchern (Caragana arborescens) und niederen Ölweiden (Elaeagnus commutata, Elaeagnus pungens): Der Färberginster überzeugt.

Früher wurde sein gelber Farbstoff zum Färben von Leinen und Wolle verwendet. Ein regelmässiger Rückschnitt beugt der frühzeitigen Vergreisung vor und erhält den geschlossenen Wuchs. Häufig findet man in Baumschulen die Sorte 'Royal Gold' in Kultur, die eine buschigere, kompaktere und ab Juli blühende Kulturform dieses heimischen Strauches darstellt. Ebenfalls regelmässig ist die seit 1853 bekannte, goldgelb und gefüllt blühende Sorte 'Flore Pleno' anzutreffen.

FOTOS


Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.

Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.


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