Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
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Hibiscus syriacus
Echter Roseneibisch | Eibisch | Gartenhibiskus | Scharonrose

Ein allseits bekannter, farbenprächtiger Sommer- und Frühherbstblüher, der als Einzelgehölz, in Gruppen oder als Hecke begeistert. Die Sorten können in wintermilden Gegenden auch in Gefässen und Trögen verwendet werden.
Ursprünglich aus China stammend, heute auf allen Kontinenten im gemässigten Klima weitverbreitet. Die Griechen nannten diese Pflanze ibiscos, die Römer hibiscum. Hibiscus syriacus wird seit einigen
Jahrtausenden kultiviert. In seiner ursprünglichen Heimat ist er ein Symbol für Ruhm und Reichtum.
Vieltriebiger, straff aufrechter bis breit trichterförmig aufrechter, langsam wachsender Blütenstrauch. Kann 2–3 m (4 m) hoch werden; im Alter oft ebenso breit wie hoch. Je nach Sorte variiert der Habitus.
Die sommergrünen, etwas an Chrysanthemenblätter erinnernden, rhombisch eiförmigen und gelegentlich dreilappigen, 5–10 cm grossen Blätter stehen wechselständig am Trieb. Der Laubaustrieb findet sehr spät statt, mitunter erst Ende Mai. Die ganz jungen Blätter sind in der Austriebsphase oft gelblich weiss und werden später grün; im Herbst färbt sich das Laub gelblich.
Von Ende Juni bis weit in den Herbst hinein öffnen sich die tropisch anmutenden, malvenartigen Blüten, die gern von Bienen, Hummeln, Fliegen wie auch Ameisen besucht werden. Die einzelne Blüte hat nur eine kurze Lebensdauer am Strauch. Da sich aber über den gesamten Blütenzeitraum hinweg in den Blattachseln der diesjährigen Triebe fortwährend neue Knospen und Blüten bilden, kommt eine mehrere Monate andauernde Blütezeit zustande. Es befinden sich viele Sorten in Kultur, die sich in Blütenfarbe und -form wie auch vom Habitus her unterscheiden. Die Wildart blüht in der Regel fliederfarben bis violett. Das Farbspektrum der Sorten reicht von weiss über rosa bis rot und blauviolett. Es sind einfach, halb gefüllt und gefüllt blühende Eibische auf dem Markt.
Die Früchte erscheinen als braune, fünfklappige Kapseln, die oft bis zum Frühjahr am Strauch bleiben. An zusagenden Standorten sät sich Hibiscus syriacus zahlreich aus. Die Rinde ist grau und das Holz sehr weich; die Äste brechen gern aus. Besonders, wenn nasser Schnee fällt, kann dies zu Problemen führen. Das Gehölz bildet ein fleischiges Herzwurzelsystem aus.
Ein geschützter, sonniger Standort auf einem gut durchlässigen, mässig trockenen bis frischen, schwach sauren bis alkalischen, nahrhaften Sand/Lehm-Boden behagt dieser Art und den Sorten am besten.
Ein allseits bekannter, farbenprächtiger Sommer- und Frühherbstblüher, der als Einzelgehölz, in Gruppen oder als Hecke begeistert. Die Sorten können in wintermilden Gegenden auch in Gefässen und Trögen verwendet werden. In der Jugend ist Hibiscus syriacus leicht frostempfindlich und sollte deshalb geschützt werden. In der Regel sind die einfach blühenden Sorten etwas frosthärter. In kalten Wintern frieren die Gehölze häufig etwas zurück, was aber kein Problem ist, da sich der Eibisch im Frühsommer sehr schnell regeneriert und am diesjährigen Holz blüht.
Ein jährlicher, leichter Rückschnitt ist im März/April zu empfehlen. Grössere Schnittwunden gilt es zu vermeiden, denn das weiche Holz ist anfällig für Pilzkrankheiten (Rotpusteln) und Fäulnis. Das heisse, innerstädtische Klima wird eigentlich gut ertragen. Bei längerer Trockenheit reagiert die Pflanze aber mit Knospen- und Blattabwurf als Verdunstungsschutz, erholt sich jedoch nach einer Regenphase schnell wieder. Bei Hitze und in stauwarmen Lagen können mitunter Blattläuse auftreten, ansonsten sind Schädlinge und Krankheiten beim Gartenhibiskus selten ein Thema.
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
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