Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
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Hydrangea aspera subsp. sargentiana
Samthortensie, Sargents Hortensie

Eine herrliche, dankbare und pflegeleichte Solitärpflanze für geschützte Innenhöfe, schattige Hauseingänge, in Lichthöfen, bei Fussgängerunterführungen oder auch im Schatten von Gehölzen. Sehr schön sind Unterpflanzungen mit Schattenstauden, Farnen und schattentoleranten Gräsern.
Diese Unterart wurde um 1908 vom englisch-amerikanischen Botaniker und Pflanzenjäger Ernest Henry «Chinese» Wilson (1876–1930) in China (Provinz Hubei) entdeckt und nach Europa gebracht. In seiner Heimat besiedelt das Gehölz bevorzugt kühle Waldränder und ist in Höhenlagen von 900 bis 1600 m ü. M. anzutreffen.
Lockerer, sparrig aufrecht wachsender, sommergrüner Strauch mit dicken, wenig verzweigten und steifen Trieben. In der Höhe können 2,5–3,5 m erreicht werden. Entwickelt sich ausgesprochen langsam und bildet etwas Ausläufer.
Wie bereits im Beschrieb der Sorte Hydrangea aspera 'Macrophylla' erwähnt, besteht eine gewisse Ähnlichkeit zu dieser Unterart. Zusätzlich zu den grossen, rau behaarten und gegenständig bzw. bisweilen auch in Quirlen angeordneten Blättern weist die Samthortensie tentakelartige Trichome an den Trieben auf, die sich klebrig anfühlen.
Die grossen Blätter werden 20–35 cm lang und sind eher etwas breiter als bei 'Macrophylla'; sie reagieren aufgrund dieser Grösse etwas anfällig auf Beschädigung durch Wind und Hagel. Die Blätter färben sich im Herbst nicht. Die Blütenschirme erscheinen von Juli bis September und bestehen aus zartlila- bis lilarosafarbenen fertilen (fruchtbaren) Blüten, die von einzelnen hellen bzw. fast weissen, sterilen Blütenblättern umgeben sind, deren Blütenblattrand nahezu glatt oder gelegentlich etwas eingebuchtet ist (im Unterschied zur oft verwechselten Sorte 'Macrophylla', bei der der Rand oft leicht gesägt ist).
Ein windgeschützter, halbschattiger Standort auf einem durchlässigen, aber frischen bis feuchten, humosen, nährstoffreichen und leicht sauren bis neutralen (Kalk meidend) Boden ist optimal.
Eine herrliche, dankbare und pflegeleichte Solitärpflanze für geschützte Innenhöfe, schattige Hauseingänge, in Lichthöfen, bei Fussgängerunterführungen oder auch im Schatten von Gehölzen. Sehr schön sind Unterpflanzungen mit Schattenstauden, Farnen und schattentoleranten Gräsern. An vollsonnigen Standorten treten Blattverbrennungen auf, und solche Lagen sollten vermieden werden.
Der spezielle Wert liegt in der bizarren, staksigen Aststruktur und den grossen, samtigen Blättern sowie der attraktiven Blüte. Die verblühten Dolden wirken sowohl am Strauch wie auch geschnitten in der Vase dekorativ. Einmal eingewachsen ist diese Pflanze äusserst pflegeleicht. Ein Schnitt ist so gut wie nie nötig. Gelegentlich kann die Samthortensie in kalten Wintern ein bisschen zurückfrieren. Sie treibt etwas früher aus als die Sorte 'Macrophylla' und ist dadurch auch spätfrostgefährdet.
Bei jungen Pflanzen empfiehlt sich in den ersten Jahren ein leichter Winterschutz, der bspw. durch Abdecken mit Mulch und Tannenreisig erfolgen kann. Die Schönheit eines erwachsenen Exemplars ist diese Mühe allemal wert.
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
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