Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
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Hydrangea paniculata
Rispenhortensie | Japanische Rispenhortensie

Die Rispenhortensien erfreuen uns mit dem stattlichen Erscheinungsbild aus Wuchsgrösse und Blütenfülle. Besonders schön wirken sie in Gruppen gepflanzt oder angelehnt vor Mauern oder Zäunen.
Die Wildform stammt aus Japan, Südostchina, Sachalin und Taiwan; sie ist bevorzugt an offenen Standorten wie bspw. in lichten Bergwäldern oder auf Anhöhen anzutreffen und wurde um 1861 nach Europa eingeführt. In Kultur sind meistens Sorten zu finden.
Entwickelt sich in der Heimat zu grossen sommergrünen Sträuchern oder sogar kleinen Bäumen von bis zu 7 m Höhe. Die Sorten erreichen in der Regel 2–3 m Höhe und nahezu dieselbe Breite.
Die Rispenhortensie ist eine nahe Verwandte der vorher beschriebenen China-Hortensie (Hydrangea heteromalla), unterscheidet sich von dieser aber deutlich durch die endständigen, kegelförmigen Blütenrispen, die sich aus einer wechselnden Anzahl von fertilen und sterilen Blüten zusammensetzen. Die Blüten erscheinen von Juli bis Ende September (Oktober). In der Regel sind diese rahmweiss und nehmen beim Verblühen rosafarbene Töne an. Je nach Sorte variiert die Färbung jedoch recht stark. Die gegenständig oder zu dritt in Quirlen angeordneten, elliptischen bis eiförmigen Blätter sind zugespitzt und an der Basis abgerundet oder keilförmig; der Rand ist gezähnt. Die sattgrüne Blattoberseite ist nahezu kahl, die Unterseite borstig behaart. Die Länge beträgt 6–15 cm, die Blätter können aber je nach Sorte und Standort unterschiedlich ausgebildet sein.
Ein durchlässiger, aber frischer und sandig-humoser, nicht zu kalkhaltiger Boden ist optimal, und eine Reaktion im mässig sauren bis neutralen Bereich wird bevorzugt. An einem sonnigen bis halbschattigen Standort gedeiht diese an sich recht trockenheitsverträgliche Art am besten.
Die Rispenhortensien erfreuen uns mit dem stattlichen Erscheinungsbild aus Wuchsgrösse und Blütenfülle. Besonders schön wirken sie in Gruppen gepflanzt oder angelehnt vor Mauern oder Zäunen. Mit dem robusten Wesen sind sie ein dauerhafter und pflegeleichter Gast in unseren Gärten.
Zum Schnitt der Rispenhortensie möchte ich aber gern noch anmerken: Bei den höheren, grossblumigen Sorten wird häufig ein starker Rückschnitt im Frühjahr durchgeführt. Durch diese praxisübliche Vorgehensweise erreicht man jedoch nur etwas grössere Blüten und weder eine bessere Stabilität noch einen geringeren Platzbedarf. Da sich durch das Schneiden lange Triebe mit übergrossen Blüten bilden, führt dies gerade bei nassem Wetter zum Auseinanderfallen der Pflanze. Auf diese Weise benötigen sie dann eigentlich mehr Platz und die Ästhetik leidet doch sehr.
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
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