Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
Über die Suchfunktion oben rechts (versteckt hinter den drei Querstrichen) oder die Hashtags am Ende jedes Pflanzenporträts können gezielt Arten mit bestimmten Eigenschaften gefunden werden.
Hydrangea quercifolia
Eichenblatthortensie | Eichenblättrige Hortensie

Eine äusserst wertvolle und, einmal eingewachsen sowie etabliert, pflegeleichte, unterhaltsarme Gartenpflanze, die am richtigen Standort gut frosthart, robust und langlebig ist. Schnittmassnahmen sind kaum nötig und Schädlinge oder Krankheiten sind ebenfalls kein grosses Thema.
Im Südosten von Nordamerika, hauptsächlich in Alabama, Georgia, Florida und Mississippi. Das normale Habitat sind Wälder, Böschungen und Schluchten mit einem konstant feuchten, aber durchlässigen und eher sauren Boden. Häufig auch mit Hydrangea arborescens vergesellschaftet. Nach Europa um 1803 eingeführt.
Breitbuschig und locker breit aufrecht wachsend mit geringer Astverzweigung. In der Höhe werden 1,2–2,5 m erreicht; durch die Ausläuferbildung werden ältere Exemplare sogar deutlich breiter als hoch. Ausgesprochen langsam wachsend und eine eher unregelmässige Gestalt ausbildend.
Am auffallendsten sind sicher die gegenständig angeordneten, 15–20 cm langen Blätter, die formal stark denen der Eichen (Quercus) ähneln; sie weichen damit völlig von anderen Hortensienarten ab. Die meistens fünflappigen, etwas runzligen Blätter sind auf der Oberseite dunkelgrün und auf der graugrünen Unterseite filzig behaart.
Die spektakuläre und lang anhaltende Herbstfärbung ist äusserst prachtvoll und variiert zwischen purpurnen, orange- bis weinroten und sogar violettroten Farbtönen. Die 12–27 cm langen und bis 15 cm breiten, weissen Blütenrispen sind locker aufgebaut und erscheinen von Juli bis August. An eher sonnigen Standorten färben sich beim Abblühen die sterilen, anfänglich weissen Blüten ins Rosafarbene. Die jungen Triebe sind zimtbraun, fein behaart und brüchig. Im Alter werden kleine Ausläufer gebildet. Das Wurzelwerk reagiert sehr empfindlich auf Bodenverdichtungen.
Ein windgeschützter, sonniger bis schattiger Standort auf einem gut durchlässigen, humosen, sauren bis neutralen, genug feuchten und nahrhaften Boden ist optimal. Hitze und Trockenheit schaden der Pflanze. Als Faustregel gilt: Je sonniger sie steht, desto höher ist der Wasserbedarf und umso feuchter sollte der Boden sein. Staunässe wird jedoch nicht vertragen. Ein kühler Wurzelbereich wird hingegen geschätzt und am besten mit einer dünnen Mulchschicht sichergestellt.
Eine äusserst wertvolle und, einmal eingewachsen sowie etabliert, pflegeleichte, unterhaltsarme Gartenpflanze, die am richtigen Standort gut frosthart, robust und langlebig ist. Schnittmassnahmen sind kaum nötig und Schädlinge oder Krankheiten sind ebenfalls kein grosses Thema.
Bei einer ausreichenden Bodenfeuchte wirkt die Eichenblatthortensie sehr schön als Unterpflanzung von Gehölzen mit einem hohen Kronenansatz. Aber auch mit Findlingen bzw. Natursteingruppen kombiniert, können reizvolle Gestaltungen erzielt werden. Ihr markantes Laub setzt einen spannenden Kontrast zu Gräsern oder Farnen und Funkien (Hosta). Dazu kommt noch die wundervolle Sommerblüte, was sie auch wertvoll für die Pflanzung in das immergrüne Moorbeet macht, wo in dieser Jahreszeit nicht allzu viel blüht.
Es gibt eine Reihe von Auslesen bzw. Sorten auf dem Markt, die verschiedene Unterschiede zur Art aufweisen. Einige der hauptsächlich amerikanischen Sorten variieren bspw. in der Blüte, dem Habitus und der Herbstfärbung – was beim Indian Summer ja durchaus eine Rolle spielt. In unseren Breiten und Klimaverhältnissen treten diese Unterscheidungsmerkmale jedoch meist weniger ausgeprägt auf.
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
ZURÜCK ZU:






