Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».

Über die Suchfunktion oben rechts (versteckt hinter den drei Querstrichen) oder die Hashtags am Ende jedes Pflanzenporträts können gezielt Arten mit bestimmten Eigenschaften gefunden werden.

Clematis vitalba

Gewöhnliche Waldrebe | Heimische Waldrebe | Niele | Teufelszwirn | Waldliane




Clematis vitalba

Diese Pflanze weckt bestimmt bei vielen von uns Jugenderinnerungen: Sie ist seit Urgenerationen als Niele berühmt und berüchtigt und alle wissen – woher auch immer –, dass man dieses Gehölz rauchen kann. Es werden etwa bleistiftdicke, ähnlich lange getrocknete Holzstücke zum Glimmen gebracht und der Rauch inhaliert.

VERBREITUNG

Die Art ist bei uns häufig in Mischwäldern und an deren Rändern auf frischen bis feuchten Böden, bis etwa 1000 m ü. M. anzutreffen.

WUCHS

Auch als heimische Waldliane hat Clematis vitalba einiges zu bieten: Sie kann 10–20 m (25 m) hoch in Bäume klettern.

MERKMALE & EIGENSCHAFTEN

Sie blüht gelblich weiss ab Juli bis September. Die zart duftenden,1,8–2,5 cm grossen Blüten erscheinenin end- oder achselständigen Rispen an den diesjährigen Trieben und werden gern von Honig- und Wildbienen, Käfern sowie weiteren Insekten besucht. Ihr kräftiger Wuchs und ihre Robustheit erlauben es ihr, sich im Wald wie auch in Auenwäldern und am Rand von Gehölzgürteln zu etablieren und auch grosse Bäume zu erklimmen. Die ausserordentlich dekorativen perückenartigen, silbrig weissen und glänzenden Fruchtstände bleiben oft bis zum Frühling an der Pflanze haften.

Essenz

Unsere Waldrebe ist gut frosthart, robust und gilt bei einem natürlichen Vorkommen auch als Stickstoffzeigerpflanze. Man sollte sie jedoch nur mit ausreichend grossen und konkurrenzstarken Gehölzen vergesellschaften, da sie sich die kleineren und langsamer wachsenden buchstäblich einverleibt bzw. überwächst. Der Schnitt kann bei Wunsch nach einem natürlichen Dschungel auch längere Zeit ganz ausbleiben. In der Floristik ist das zähe, bis armdicke Schnittmaterial übrigens als Basismaterial für Kränze sehr beliebt, und früher wurde es auch als Bindematerial im Gerüstbau verwendet.

FOTOS


Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.

Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.


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