Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».

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Juniperus communis

Gewöhnlicher Heidewacholder | Gewöhnlicher Wacholder




Juniperus communis 'Suecica'

Nicht nur Liebhabern von Gin und Martini oder Cocktails, sondern auch Köchen zum Würzen von Fleisch oder Sauerkraut ist Juniperus communis (Baum des Jahres 2002) bekannt. Als Heilpflanze wurde diese Wacholderart bereits im Mittelalter hochgeschätzt.

VERBREITUNG

In weiten Teilen der Nordhalbkugel, von Europa über Nordafrika und Vorder- sowie Zentralasien bis Nordamerika; bevorzugt auf mässig trockenen und nährstoffarmen, häufig leicht sauren Lehm-, Sand- oder Torfböden, oft auch in Magerweiden, in lichten Wäldern, in Heidelandschaften oder an trockenen und felsigen Hängen bis ins Gebirge.

WUCHS

Kann je nach Klimazone unterschiedliche Wuchsformen ausbilden. Entwickelt sich in der Regel zu einem breit aufrechten bis säulenförmigen, dichten und oft mehrstämmigen Strauch oder Kleinbaum, der meist 5–8 m hoch wird, gelegentlich noch höher. Im Alter fallen die säulenartigen Gehölze oft auseinander, und es entwickeln sich skurrile ­Ge­stalten.

MERKMALE & EIGENSCHAFTEN

Die stechenden, nadelförmigen Blätter sind grün bis bläulich grün und stehen zu dritt in Wirteln; ihre Oberseite ist vertieft und weist ein weisses Stomaband auf. Juniperus communis ist wie die meisten Wacholder in der Regel zweihäusig. Die schwarzbraunen, kugeligen Beerenzapfen reifen im zweiten oder dritten Jahr; sie sind in kleineren Mengen ungiftig und werden gern zur Aromatisierung von Gin oder im Sauerkraut verwendet. Das Wurzelwerk entwickelt sich meistens tief. Die graubraune Rinde ist zunächst glatt, wird später rissig und löst sich im Alter in Längsstreifen ab.

Ein sonniger Standort auf einem trockenen bis mässig feuchten, eher nährstoffarmen Boden ist optimal. Die Reaktion kann von alkalisch bis sauer reichen. Der Gewöhnliche Wacholder ist ausgesprochen genügsam und gedeiht auf (fast) allen durchlässigen Böden, nur Staunässe wird nicht vertragen.

Essenz

Nicht nur Liebhabern von Gin und Martini oder Cocktails, sondern auch Köchen zum Würzen von Fleisch oder Sauerkraut ist Juniperus communis (Baum des Jahres 2002) bekannt. Als Heilpflanze wurde diese Wacholderart bereits im Mittelalter hochgeschätzt. Als die Pest wütete, wurden die Krankenzimmer damit ausgeräuchert, um sie zu desinfizieren. Auch ist das schwere, aromatische Holz bei Drechslern und in der Schnitzerei äusserst beliebt.

In einigen Gebieten Europas steht der Wacholder unter Naturschutz und gilt in der freien Natur als gefährdet, obwohl er forstwirtschaftlich ohne Bedeutung ist. Eine Gehölzart mit einer weiten Standortamplitude und einer Vielzahl an Sorten, die von flach wachsenden bzw. niederliegenden bis zu straff säulenförmigen und aufrechten Formen reichen. Die nachfolgend vorgestellten Sorten haben sich in unseren Breitengraden bewährt und als gartenwürdig erwiesen.

FOTOS


Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.

Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.


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