Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
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Laburnum x watereri 'Vossii'
Edelgoldregen

Der grösste Vorteil dieser meistens auf Laburnum anagyroides veredelten Form sind sicher die prächtigen Blüten, die jedoch meistens erst ab ca. 1,5 m über Boden beginnen. Dies erlaubt eine Unterpflanzung mit Stauden und Kleingehölzen, was den Edelgoldregen zu einem hervorragenden Gehölz für gemischte Rabatten macht.
Diese Art ist eine Kreuzung zwischen L. alpinum und L. anagyroides, die auch spontan in der Natur vorkommen kann, so z. B. in Tirol, im Tessin sowie im Wallis. Die Beschreibung und botanische Zuteilung erfolgte durch die Knap Hill Nursery in Woking (Surrey, England), die diese Hybride 1864 fand und in den Handel brachte; sie wurde damals noch als Laburnum vulgare watereri oder Cytisus × watereri bezeichnet. Die Sorte 'Vossii' wurde um 1875 von Cornelis de Vos in Hazerswoude (NL) gefunden und in der Baumschule weiterkultiviert; sie ist heute die wichtigste und am weitesten verbreitete Goldregensorte.
Hoher Strauch oder kleiner Baum mit straff aufrechten bis trichterförmig gestellten Grundästen. Die Seitenzweige sind übergeneigt und ältere Pflanzen sind im oberen Kronenbereich breit ausladend sowie stark verzweigt. In der Höhe werden 5–6 m und in der Breite bis 4 m erreicht.
Die sommergrünen, wechselständig angeordneten dreizähligen Blätter werden bis 10 cm gross. Die einzelnen, länglich-elliptischen Blättchen können 3–7 cm Länge aufweisen; die Oberseite ist etwas glänzend und dunkelgrün. Der Stiel kann bis 10 cm lang werden. Von Mai bis Juni erscheinen die goldgelben, duftenden Blüten in bis zu 50 cm grossen und hängenden Trauben.
Die Traubenachse ist zerstreut seidig behaart (die Blüten entwickeln sich etwas später als bei Laburnum anagyroides). Nur sporadisch reifen die seidenhaarig glänzenden und giftigen Hülsenfrüchte, die einen bis zwei schwarzbraune Samen enthalten. Die olivgrünen Triebe sind dicker als bei Laburnum anagyroides und werden später graugrün. Die grünen Zweigspitzen sind fein behaart. Ein sonniger bis halbschattiger Standort auf einem normalen und gut drainierten Gartenboden ist optimal. Der Edelgoldregen gilt als Kalk liebendes Gehölz, ist aber sehr tolerant und anpassungsfähig.
Der grösste Vorteil dieser meistens auf Laburnum anagyroides veredelten Form sind sicher die prächtigen Blüten, die jedoch meistens erst ab ca. 1,5 m über Boden beginnen. Dies erlaubt eine Unterpflanzung mit Stauden und Kleingehölzen, was den Edelgoldregen zu einem hervorragenden Gehölz für gemischte Rabatten macht. Auch als einstämmiger Hochstamm wird 'Vossii' in Baumschulen kultiviert, der sich als Kleinbaum mit spektakulärer Blüte für den Hausgarten und im Siedlungsbereich eignet. Auch hier ist unbedingt zu beachten, dass alle Pflanzenteile, insbesondere aber die Früchte stark giftig sind (Cytisin). Deshalb sollte bei Pflanzungen in der Nähe von Kindergärten und -krippen, oder wenn Kleinkinder im Hause sind, auf diese Gefahr hingewiesen werden.
Grosse Schnittflächen sollten vermieden werden, da solche Wunden nur schlecht überwallen. Ansonsten überzeugt der Edelgoldregen neben seiner Blütenpracht mit seinem anpassungsfähigen Wesen: Stadtklima und zeitweilige Trockenheit werden gut ertragen. Bei Drechslern ist dieses Holz übrigens auch sehr beliebt.
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
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