Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
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Lavandula angustifolia
Echter Lavendel | Lavendel

Auch wenn der Lavendel recht gut winterhart ist, empfiehlt es sich, frisch gepflanzte Exemplare über den Winter mit Tannenreisig vor Biswind und Austrocknen zu schützen.
Ursprünglich im ganzen Mittelmeergebiet und Südwesteuropa heimisch und dort bevorzugt in steinigen Böschungen sowie in Felssteppen vom Hügel- bis ins Bergland anzutreffen. Heute weltweit verbreitet und vielerorts eingebürgert.
Immergrüner, breitbuschig aufrecht wachsender Kleinstrauch, der in der Höhe und Breite 60–100 cm erreichen kann; die Sorten variieren aber in ihrem Wuchsverhalten beträchtlich. Gelegentlich wird Lavendel auch als Halbstrauch bezeichnet
Die kreuzweise gegenständig an den Trieben angeordneten, graugrünen, 2–5 cm langen, schmal lanzettlichen Blätter sind behaart und auf der Unterseite silbrig weiss. Die Blattränder sind umgekrempelt, und das Laub bleibt ganzjährig am Kleinstrauch haften; es duftet beim Berühren aromatisch. Von Juni bis Juli (August) erscheinen an diesjährigen, unverzweigten Trieben die 10–15 cm langen, ährenartigen und duftenden Blütenstände, die bei der reinen Art violettblau sind; bei den Sorten sind verschiedene Blautöne, aber auch rosafarbene und weiss blühende Formen in Kultur. Ob Art oder Sorten, es werden alle Blüten gern von Bienen, Hummeln, Tagfaltern und zahlreichen weiteren Insekten besucht.
Ein sonniger und warmer Standort ist für diese «Sonnenkinder» optimal. Der Boden sollte gut durchlässig, kiesig-lehmig und eher trocken sein sowie eine neutrale bis alkalische (Kalk liebend) Reaktion aufweisen.
Auch wenn der Lavendel recht gut winterhart ist, empfiehlt es sich, frisch gepflanzte Exemplare über den Winter mit Tannenreisig vor Biswind und Austrocknen zu schützen. Eine Frühjahrspflanzung ist auch hier wie bei vielen Stauden und Halbsträuchern besser. Gelegentlich kommt es in kalten und nassen Wintern zu Ausfällen. Ein alljährlicher Rückschnitt im März/April hält die Pflanzen buschig und kompakt; ebenso ist ein leichter Rückschnitt nach der Blüte im Sommer möglich – wichtig: Nicht zu spät, es sollte noch etwas Farbe an den Ähren sichtbar sein, und nur bis zu den ersten Blättchen zurückschneiden –, dies bringt im Spätsommer bis in den Frühherbst eine zweite Blüte, wenn das Wetter mitspielt (Wärme/Sonne).
Das Schnittgut (Blüten) kann zusammengebunden und als duftender Trockenstrauss aufgehängt oder in Säckchen eingenäht in den Wäscheschrank gelegt werden, um Motten fernzuhalten. Aus den Blüten wird ein Duftstoff für Kosmetikprodukte gewonnen, weshalb Lavendel z. B. in Südfrankreich in Plantagen angebaut wird. Im Garten ist er ebenfalls vielseitig einsetzbar, so im Kräuterbeet, als heckenartige Einfassung oder in Stein- und Steppengärten sowie in gemischten Rabatten mit anderen Stauden und Rosen kombiniert. Es sind auch flächige Anpflanzungen möglich, nur ist dann wichtig, wenn ein homogenes Bild gewünscht wird, dass auf vegetativ vermehrte Sorten zurückgegriffen wird, da die reine Art in der Blütenfarbe und Wuchshöhe stark variieren kann.
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
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