Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».

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Ligustrum vulgare

Gemeiner Liguster | Liguster



Ligustrum vulgare

Neben seiner Verwendung als Heckenpflanze oder Wildgehölz eignet sich Ligustrum vulgare bestens zur Bodenbefestigung an Böschungen, zur Haldenbegrünung oder im Schatten gepflanzt.

VERBREITUNG

Europa, Nord­afri­ka und Kleinasien; häufig am Rand von artenreichen Mischwäldern und in Wildhecken.

WUCHS

Aufrecht wachsender, hoher Strauch mit etwas unregelmässig abstehenden Seitenästen. In der Höhe und Breite werden 2–4 m (5 m) erreicht. An schattigen Standorten entwickelt sich das Gehölz bisweilen niederliegend und flach. Den Boden berührende Pflanzenteile können sich bewurzeln.

MERKMALE & EIGENSCHAFTEN

Die sommer- bis wintergrünen Blätter sind eilänglich bis lanzettlich, gegenständig an den Trieben angeordnet und werden im Durchschnitt 4–6 cm lang und ca. 2 cm breit; die matt glänzende Oberseite ist dunkelgrün, die Unterseite heller. In etwa 8 cm grossen, rahm­weis­sen Rispen erscheinen die gut duftenden Blüten, die gern von Insekten besucht werden, von Juni bis Juli. Die erbsengrossen, glänzend schwarzen Früchte sind leicht giftig und reifen ab September. Für mehr als 20 heimische Vogelarten stellen die Beeren eine Nahrungsquelle dar.

Das Wurzelwerk ist fein verzweigt und der Oberboden wird mit den Ausläufern zusammen sehr intensiv durchwurzelt, sodass kaum ein anderer Unterwuchs aufkommen kann. Ein sonniger bis schattiger Standort wird toleriert. Auch an den Boden stellt der Gemeine Liguster nur geringe Ansprüche, und er gedeiht auf trockenen wie auf feuchten Böden zufriedenstellend; kalkhaltige Bodentypen werden bevorzugt.

Essenz

Neben seiner Verwendung als Heckenpflanze oder Wildgehölz eignet sich Ligustrum vulgare bestens zur Bodenbefestigung an Böschungen, zur Haldenbegrünung oder im Schatten gepflanzt. Liguster ist ausgezeichnet schnittverträglich, und selbst alte Pflanzen können radikal verjüngt werden. Auch das Stadtklima mit hochsommerlichen Hitzeperioden wird gut ertragen. Auf Streusalz reagiert diese Pflanze mitunter etwas heikel. Früher wurde der (schwach giftige) Saft der Beeren zum Färben des Rotweins benutzt. In der Südwestschweiz wurde aus den Früchten auch eine Art Tinte hergestellt.

FOTOS


Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.

Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.


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