Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
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Magnolia x soulangeana
Tulpenmagnolie

Dieses Gehölz ist in unseren Breiten an sich gut frosthart, nur die frühe Blüte ist spätfrostgefährdet. Ebenso beeinträchtigen Regenfälle zur Vollblüte den Gesamteindruck, da sich die Blüten dann braun verfärben bzw. zersetzen und abfallen.
Kreuzung zwischen M. denudata und M. liliiflora, die um 1820 bei der Baumschule Soulange-Bodin im Königlichen Gartenbauinstitut in Fromont bei Paris entstanden ist, 1826 zum ersten Mal blühte und heute weitverbreitet in Gärten und Parkanalagen anzutreffen ist.
5–9 m (11 m) hoher, breit ausladender und meistens kurzstämmiger Kleinbaum, der im Alter eine rundliche Kronenform mit markanten, oft malerisch überhängenden Hauptästen entwickelt. Eher langsam wachsend.
Die sommergrünen, verkehrteiförmigen bis breit elliptischen Blätter sind wechselständig an den purpurbraunen Trieben angeordnet und können bis 15 cm lang werden. Ihre Grundfarbe ist hell- bis mittelgrün, und es findet kaum eine Herbstfärbung statt.
Vor dem Laubaustrieb im April/Mai erscheinen die grossen, tulpenförmigen rosaweissen Blüten, aussen mehr oder weniger rosa und inwendig weiss, in üppiger Fülle und blühen gelegentlich bis in den Juni hinein nach. Die roten Früchte sind walzenförmig ausgebildet. Die Stammborke weist eine silbergraue Färbung auf. Wie bei vielen Magnolienarten ist das Wurzelwerk fleischig und reagiert empfindlich auf Verletzungen, bspw. durch Grabarbeiten, ein komplettes Durchfrieren des Erdballens oder Bodenverdichtung.
Ein wintermilder und geschützter, sonniger bis absonniger Standort auf einem humusreichen, frischen, aber gut durchlässigen, nährstoffreichen, eher sauren Boden (Kalk meidend) ist ideal. Wenn der Boden zu alkalisch ist, werden die Blätter gelb. Bei einem optimalen Standort und ausreichend Humus im Boden werden auch neutrale Böden toleriert; idealerweise liegt der pH-Wert jedoch zwischen 5,1 und 6,6.
Dieses Gehölz ist in unseren Breiten an sich gut frosthart, nur die frühe Blüte ist spätfrostgefährdet. Ebenso beeinträchtigen Regenfälle zur Vollblüte den Gesamteindruck, da sich die Blüten dann braun verfärben bzw. zersetzen und abfallen. Wenn das Wetter aber mitspielt, ist eine ältere Magnolia × soulangeana während der Hauptblüte ein unvergesslicher Anblick. Auch im laublosen Zustand wirkt sie sehr malerisch mit den bizarr gewundenen und oft bis zum Boden hängenden Ästen.
Besonders schön kommt die Tulpenmagnolie als Solitärgehölz in einer freien Rasenfläche, in einem Innenhof oder vor einer dunklen Koniferengruppe zur Geltung. Ein Zusatz von Lauberde bei der Pflanzung ist auch bei den zahlreichen Sorten empfehlenswert. Man kann Magnolienäste auch gut ab Januar in der Vase antreiben und sich so den Frühling ins Haus holen. Nur sollte beachtet werden, dass man das Gehölz damit nicht nachhaltig schädigt (verstümmelt). Schnittmassnahmen sind nämlich nicht zwingend notwendig, man kann sich auf das Entfernen von sich kreuzenden (scheuernden) Ästen und Totholz beschränken.
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
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