Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
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Mahonia aquifolium
Fieberberberitze | Gewöhnliche Mahonie | Mahonie

Mahonia aquifolium ist in unseren Breiten ausreichend frosthart und erträgt auch den Wurzeldruck von grossen Bäumen problemlos. Ebenso werden Stadtklima und Schatten toleriert. Eigentlich gibt es im urbanen Umfeld kaum einen Standort, wo Mahonien nicht gedeihen würden.
Kanada und im Westen der USA, bevorzugt im Unterholz auf feuchten und nahrhaften Böden. Die nach Europa um 1823 eingeführte Art gilt gebietsweise als verwildert und in Frankreich stellenweise als eingebürgert. Wurde nach dem amerikanischen, ursprünglich aus Irland stammenden Botaniker und Gärtner Bernard MacMahon (1775–1816) benannt.
Aufrechter bis breitbuschiger Kleinstrauch, der in der Höhe und Breite ca. 1 m erreichen kann.
Die immergrünen Blätter sind gefiedert und wechselständig an den Trieben angeordnet. Die einzelnen 6–8 cm langen Blättchen sind eiförmig bis elliptisch und dornig gezähnt. Der Blattaustrieb ist oft kupfrig, und im Sommer nehmen die Blätter eine dunkelgrüne Färbung an; im Herbst/Winter färbt sich das Laub bisweilen purpurrot bis violettbraun. Von April bis Mai erscheinen die goldgelben Blüten in Form von aufrechten Trauben. Die schwarzen, hellblau bereiften, ca. 1 cm grossen, runden Beeren sind nicht giftig und sogar reich an Vitamin C.
Das Wurzelwerk entwickelt sich mit tiefen Hauptwurzeln und wenigen Seitenwurzeln und führt einen stark färbenden, gelben Saft. Beim Zerschneiden der Wurzeln im Erdreich bspw. bei Grabarbeiten leuchten die verletzten Stellen signalartig gelb. Ein sonniger bis schattiger Standort auf einem normalen Gartenboden genügt dieser anpassungsfähigen Pflanze, und auch der pH-Wert kann eine weite Amplitude aufweisen.
Mahonia aquifolium ist in unseren Breiten ausreichend frosthart und erträgt auch den Wurzeldruck von grossen Bäumen problemlos. Ebenso werden Stadtklima und Schatten toleriert. Eigentlich gibt es im urbanen Umfeld kaum einen Standort, wo Mahonien nicht gedeihen würden. So sind sie ein dankbarer Kleinstrauch bspw. zur Verwendung entlang von Verkehrswegen.
Gelegentlich können sie durch Selbstaussaat lästig werden und in die freie Natur aussiedeln. Vorsicht ist bei der Verwendung in der Nähe von Wäldern etc. angeraten. Manchmal stellt Mehltaubefall ein optisches Problem dar. Die frühen Blüten werden gern von Bienen, Hummeln und zahlreichen weiteren Insekten besucht; später nutzen Amseln, Stare und Rotkehlchen die Beeren als Nahrung. Ein rigoroser Rückschnitt wird problemlos ertragen.
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
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