Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
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Nothofagus antarctica
Pfennigbuche | Scheinbuche | Südbuche

Das Attraktive an dieser Gehölzart ist bestimmt die malerische Form, die als frei stehende Solitärpflanze besonders schön wirkt, aber auch in der Kombination mit Findlingen und ausgesuchten Gestaltungssteinen oder in Rabatten zur Geltung kommt.
Chile und Feuerland; oft in bergigen Regionen als Krummholz über der Baumgrenze, aber auch im Flachland entlang von Flüssen auf kiesigen Böden. Wurde bereits um 1830 aus Chile nach England eingeführt.
Meistens mehrstämmig wachsender Grossstrauch oder Kleinbaum mit einer eigenwilligen Form. Die Hauptstämme sind oft malerisch gewunden oder knieförmig gebogen. Die Krone ist unregelmässig offen (die Seitenäste sind meistens horizontal und etwas einseitig entwickelt) sowie fischgräten- oder fächerartig aufgebaut. Der Habitus ist sehr variabel, und es sind neben malerisch bizarren auch eher schlanke, straff aufwärts wachsende Typen in Baumschulen anzutreffen. In der Höhe werden in unseren Breitengraden meistens 5–7 m (10 m) erreicht, in seiner Heimat gibt es aber auch 25 m hohe Exemplare. Bei uns eher langsam wachsend und nicht sehr langlebig.
Die sommergrünen, wechselständig angeordneten, 1–3 cm grossen Laubblätter sind eiförmig, dunkelgrün und oberseits glänzend. Der Blattrand ist fein gewellt und unregelmässig gekerbt. Die herrlich leuchtende goldgelbe Herbstfärbung setzt eher spät im Jahr ein. Im Mai erscheinen die unscheinbaren gelblich grünen Blüten. Die Früchte erscheinen zu dritt in einem vierlappigen Kelchbecher (Cupula) ab August. Die dunkel- bis schwarzbraune Borke ist mit auffälligen hellen Lentizellen besetzt. Nothofagus antarctica gilt als Herzwurzler und reagiert empfindlich auf Bodenverdichtung und Staunässe.
Ein etwas geschützter, sonniger bis halbschattiger Standort auf einem frischen bis feuchten und gut durchlässigen, humosen Boden mit einer leicht sauren bis neutralen Reaktion ist optimal. Das Gehölz gilt als Kalk meidend und reagiert auf zu hohe pH-Werte mit Blattchlorosen und Kümmerwuchs.
Das Attraktive an dieser Gehölzart ist bestimmt die malerische Form, die als frei stehende Solitärpflanze besonders schön wirkt, aber auch in der Kombination mit Findlingen und ausgesuchten Gestaltungssteinen oder in Rabatten zur Geltung kommt. In milden Gegenden stellt Nothofagus antarctica auch in genug grossen Gefässen und Trögen eine gute Wahl dar. In der Jugend etwas frostempfindlich. Ist die Südbuche aber einmal etabliert, wird sie ausreichend frosthart und erträgt temporäre Trockenphasen wie auch das innerstädtische Klima gut. Leider ist sie in unseren Gärten nicht sehr langlebig, und es kann immer wieder vorkommen, dass Pflanzen im Alter zwischen 40 und 60 Jahren aus unerklärlichen Gründen plötzlich absterben.
Um ein langes Leben zu ermöglichen, sollte auf übermässige Schnittmassnahmen verzichtet werden, da die Wundabschottung nur langsam verläuft. Auch eine Überversorgung mit Dünger und Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, da dies fast immer einen Pilzbefall mit Welkerscheinungen und Triebsterben zur Folge hat.
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
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