Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».

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Perovskia atriplicifolia

Blauraute | Silberpe­rovskie | Silberstrauch



Perovskia atriplicifolia 'Lacey Blue' = 'Lisslitt'

Mit der silbergrauen Erscheinung, der lang anhaltenden blauen Blüte (Bienenweide) und dem aromatischen Duft stellt dieser Halbstrauch eine Bereicherung im Stein- und Steppengarten, aber auch im Rosenbeet oder mediterranen Garten dar.

VERBREITUNG

In Afghanistan, Himalaja, Tibet und in Pakistan; bevorzugt in Steppen und Trockenwäldern auf schwach sauren bis stark alkalischen Böden.

WUCHS

Bis 150 cm hoher Halbstrauch mit rutenförmigen Trieben. Bei fehlendem Rückschnitt fallen die oft locker stehenden Triebe häufig um und wirken deshalb dickichtartig «unordentlich».

MERKMALE & EIGENSCHAFTEN

Die 3–6 cm langen, silbergrauen Blätter sind eiförmig-lanzettlich und anfänglich behaart sowie beidseitig mit Drüsen besetzt. Sie duften aromatisch würzig, was auch für alle anderen Pflanzenteile gilt, wenn man sie zerreibt. Von August bis Anfang Oktober erscheinen die blauen, aus Scheinquirlen zusammengesetzten, 30–50 cm langen, duftenden Blütenstände, die eine verzweigte, nach oben schlanker werdende, lockere Rispe bilden. Die eher unscheinbaren Früchte wachsen als kleine braune Nüsschen (je vier), die von einem weissfilzigen Kelch umgeben sind.

Ein etwas geschützter, warmer bis heisser und vollsonniger Standort behagt der Blauraute am besten. Ein guter Wasserabzug ist eigentlich der einzige Anspruch, der an den Boden gestellt wird. Optimal sind jedoch kalkhaltige, sandige bis kiesig-lehmige und gut drainierte Böden.

Essenz

Mit der silbergrauen Erscheinung, der lang anhaltenden blauen Blüte (Bienenweide) und dem aromatischen Duft stellt dieser Halbstrauch eine Bereicherung im Stein- und Steppengarten, aber auch im Rosenbeet oder mediterranen Garten dar. Auch als Abgrenzung von Rasenflächen oder breiten Beeten und bei ausreichend Platz auch am Wegrand kann die Silberraute mit ihrer schwungvollen Wuchsform überzeugen. In der Regel frieren die Triebe im Winter bis zur Basis zurück, und ein starker Rückschnitt (etwa 10 cm über Boden) ist im zeitigen Frühjahr empfehlenswert.

In rauen Lagen ist ein Winterschutz (Laub-/Tannenreisigabdeckung) sinnvoll. Schädlinge und Krankheiten sind so gut wie kein Thema und auch Streusalzbelastung (in Strassen- und Trottoirnähe) wird recht gut ertragen.

FOTOS


Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.

Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.


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