Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
Über die Suchfunktion oben rechts (versteckt hinter den drei Querstrichen) oder die Hashtags am Ende jedes Pflanzenporträts können gezielt Arten mit bestimmten Eigenschaften gefunden werden.
Picea pungens
Blaufichte | Stechfichte

Eine gut frostharte und stadtklimafeste Fichtenart, die gegenüber trockener Luft, Luftverschmutzung und Hitze recht widerstandsfähig ist.
Ursprünglich in den zentralen und südlichen Rocky Mountains; häufig in Höhenlagen zwischen 2000 und 3200 m ü. M. auf eher feuchten Kies- oder kiesigen Lehmböden. Isolierte Vorkommen finden sich auch in Arizona und New Mexico. Als Weihnachtsbaum angebaut oder als Ziergehölz gepflanzt, ist diese Art mit den entsprechenden Sorten heute weltweit verbreitet.
Mittelgrosse Bäume, die 15–20 m, in ihrer Heimat sogar bis 35 m hoch werden können und einen im Alter eher offenen und unregelmässigen, kegelförmigen bzw. pyramidalen Habitus aufweisen. In jungen Jahren ist die Krone meistens sehr gleichmässig entwickelt. Die ausgesprochen kräftigen Äste sind quirlständig angeordnet und nahezu waagrecht vom Stamm abstehend.
Die radial stehenden, bläulich grünen bis grünen oder gelbgrünen, starren Nadeln werden 2–3 cm lang und sind sehr stechend – daher auch die deutsche Namensgebung. Im Querschnitt sind sie viereckig. Sie stehen fast rechtwinklig vom Zweig ab; ausserdem weisen sie einen scharfen, bitteren Geschmack auf. Es sind am Naturstandort verschieden intensiv gefärbte Typen anzutreffen, d. h. die Nadelfarbe kann von Baum zu Baum erheblich variieren. Die bis 10 cm grossen Früchte (Zapfen) sind länglich sowie zylindrisch und hellbraun gefärbt; sie erscheinen aber erst bei 25–30-jährigen Pflanzen.
Die Zweige sind anfänglich grünlich braun bis braunorange, später wird die Borke schwarzgrau bis graubraun sowie schuppig und tief gefurcht. Das Wurzelwerk ist relativ flach und weit reichend aufgebaut. Trotz des flachen Wurzelsystems ist diese Art aber kaum windwurfgefährdet. Am Naturstandort kann die Stechfichte recht alt werden; 500–600-jährige Exemplare sind keine Seltenheit.
Ein sonniger Standort auf einem mässig trockenen bis frischen Boden ist optimal. An den pH-Wert stellt diese Art kaum Ansprüche und toleriert sowohl saure als auch alkalische Bodentypen sowie deutlich mehr Trockenheit als die meisten anderen Fichtenarten.
Eine gut frostharte und stadtklimafeste Fichtenart, die gegenüber trockener Luft, Luftverschmutzung und Hitze recht widerstandsfähig ist. Gelegentlich kann ein Befall mit der Sitka-Fichtenlaus (Liosomaphis abietinum) zum Problem werden; insbesondere wenn Bäume gehäuft – bspw. in Weihnachtsbaumkulturen oder in langen Windschutzstreifen – angebaut werden.
Wegen der dicht stehenden Äste eine beliebte Pflanze für hohe Windschutzhecken, ansonsten
wird sie forstwirtschaftlich eher selten genutzt. Als Weihnachtsbaum und besonders mit den nachfolgend beschriebenen Sorten nimmt sie aber als Ziergehölz einen recht gewichtigen Platz ein.
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
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