Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
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Pinus nigra subsp. nigra
Österreichische Schwarzkiefer | Schwarzföhre | Schwarzkiefer

Eine gut frostharte und stadtklimafeste Kiefernart, die besonders schön als Solitärbaum bspw. in grösseren Gärten, Siedlungen und Parkanlagen wie auch auf Friedhöfen zur Geltung kommt.
Europa, hauptsächlich im Osten Mitteleuropas, z. B. in Österreich, Italien sowie auf der Balkanhalbinsel bis Griechenland und in die Türkei; häufig von Meereshöhe bis auf 1800 m ü. M. anzutreffen. In Skandinavien und auf den Britischen Inseln eingebürgert.
Anfänglich kegelförmig wachsender Baum von 30 bis 40 m (50 m) Höhe und nahezu waagrecht abstehenden bis leicht bogig aufsteigenden Ästen. Im Alter nimmt die Krone eine abgeflachte und aufgelockerte Form an.
Die dunkelgrünen, zu zweit stehenden Nadeln werden 8–16 cm lang, sind zugespitzt und recht steif; ihre Breite beträgt 1–2 mm, und der Rand ist fein gesägt. Die Lebensdauer am Zweig kann 4–8 Jahre betragen, und die grauen, 1–2 cm langen Nadelscheiden sind dauerhaft. Die länglich-eiförmigen, hellbraunen und harzigen Knospen werden 10–25 mm lang; sie sind zugespitzt und mit silbrig gefransten Schuppen versehen. Die eiförmigen, 4–10 cm grossen und bis 3 cm breiten Zapfen sind nahezu symmetrisch und sitzend; sie glänzen gelblich braun. Die geflügelten Samen werden 5–7 mm lang, und die leeren Zapfen fallen im Frühjahr vom Baum ab. Im Alter nimmt die recht dicke Borke eine dunkelgraue bis schwarzbraune Färbung an und ist in groben, schuppigen Platten am Stamm deutlich sichtbar und zierend. Bildet ein extensives, aber robustes Wurzelwerk mit einer tief gehenden Pfahlwurzel aus.
Auf den am natürlichen Standort oft felsigen Böden ist das Wurzelsystem deutlich flacher aufgebaut; einzelne Senkerwurzeln können aber in Felsspalten eindringen und so dem Baum einen sicheren Halt geben. Ein sonniger Standort auf einem normalen, kultivierten Gartenboden ist optimal. An die Bodenreaktion werden kaum Ansprüche gestellt, und Pinus nigra subsp. nigra gedeiht zuverlässig auf sauren wie auch auf stark alkalischen Bodentypen. Auf Trockenheit, Hitze, Luftverschmutzung, Streusalzbelastung und Nährstoffarmut reagiert dieses Gehölz recht tolerant.
Eine gut frostharte und stadtklimafeste Kiefernart, die besonders schön als Solitärbaum bspw. in grösseren Gärten, Siedlungen und Parkanlagen wie auch auf Friedhöfen zur Geltung kommt. Als kalktoleranter Forstbaum ist sie weitverbreitet und wird hoch geschätzt. Das Holz wird zu Pfählen, Sperrholzpaneelen und Masten verarbeitet und in der Verpackungsindustrie (Kisten) gebraucht. Früher fand die Schwarzkiefer auch im Schiffbau oder als Brennholz Verwendung.
Neben der hier beschriebenen und wohl als Gartenbaum wichtigsten Art ist auch die Unterart Pinus nigra subsp. laricio (Poir.) Maire (Korsische Schwarzkiefer oder Kalabrische Schwarzkiefer) besonders südlich der Alpen von Bedeutung. Diese unterscheidet sich v. a. durch die schmalere Kronenform, die rotbraunen Triebe und die wellig hin- und hergebogenen bzw. gedrehten Nadeln sowie den besonders in jungen Jahren auffallend langen Internodien von der subsp. nigra.
In den letzten Jahren sind an Pinus nigra besonders an extremen Standorten und bei gestressten Exemplaren Pilzkrankheiten vermehrt aufgetreten, und es sind häufig Pflanzen mit massiv braun gefärbten Nadeln bzw. absterbenden Ästen anzutreffen (Föhrentriebsterben, Sphaeropsis sapinea). Dieser Problematik gilt es bei der Pflanzenwahl Rechnung zu tragen, und das weitere Ausbreiten dieser Pilzkrankheit muss beobachtet werden.
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
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