Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».

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Pinus wallichiana

Seidenföhre | Tränenkiefer



Pinus wallichiana 'Densa'

Mit ihrem attraktiven Wuchs und den zierenden Nadeln ist die Tränenkiefer ein herrlicher Parkbaum, der sowohl einzeln als auch in Gruppen sehr gut zu grossen Gebäuden passt, bspw. vor Spitalgebäuden, Hotelanlagen etc. In seiner Heimat wird das Holz für den Möbelbau genutzt, und aus dem Harz wird Terpentin destilliert.

VERBREITUNG

Afghanistan, Bhutan, Nepal, Nordburma und im westlichen Teil Chinas; häufig in Höhenlagen zwischen 1700 und 3900 m ü. M. oft in feuchten Bergtälern zusammen mit anderen Gehölzen vergesellschaftet und Wälder bildend. Wurde ungefähr 1823 nach England ein­geführt.

WUCHS

Mächtiger, breit pyramidal wachsender Baum von 30 bis 40 m (50 m) Höhe und 9 bis 16 m (22 m) Breite. Die Äste stehen horizontal vom Stamm ab und bilden eine eher lockere und lichtdurchlässige Krone. Das Gehölz bleibt im freien Stand meistens bis zum Boden beastet.

MERKMALE & EIGENSCHAFTEN

Die zu fünft gebündelten Nadeln werden 15–20 cm lang und etwa 1 mm breit; sie sind grau- bis blaugrün, recht weich und schlaff bogig überhängend. Oft sind einzelne Nadeln im unteren Drittel geknickt. Die Lebensdauer an den Zweigen beträgt 2–4 Jahre. Die im unreifen Zustand aufgerichteten, im zweiten Jahr hängenden, zylindrisch geformten, hellbraunen Zapfen werden 15–25 cm (30 cm) lang und bis 5 cm breit und weisen zahlreiche Harztropfen auf. Sie erscheinen fast endständig oder zu zweien bis dreien zusammenstehend und enthalten die bis 10 mm grossen, geflügelten, scharfrandigen, braunen Samen.

Die kahlen, graubraunen Triebe sind bläulich bereift, recht brüchig, und die zylindrisch geformten, leicht harzigen, zugespitzten Knospen werden im Schnitt 7–14 mm lang. Die Borke der Tränenkiefer ist in der Jugend dunkelgrau, fein und glatt sowie im Alter rissig, dunkler werdend, aufplatzend und sich in kleinen Platten ablösend. Das kräftige Wurzelwerk entwickelt sich weit und eher flach.

Ein sonniger und etwas windgeschützter Standort mit einer hohen Luftfeuchtigkeit auf einem gut durchlässigen, frischen und nahrhaften, sandig-humosen Boden, der eine saure bis höchstens neutrale Reaktion zeigt, ist optimal. Die Tränenkiefer gilt als Kalk meidend. Als junge Pflanze ist sie etwas frostempfindlich; was Schneebruch (Nassschnee) betrifft, bleibt sie auch im Alter gefährdet. Einmal etabliert werden von dieser Nebel liebenden Kiefer auch Trockenperioden recht gut ertragen.

Essenz

Mit ihrem attraktiven Wuchs und den zierenden Nadeln ist die Tränenkiefer ein herrlicher Parkbaum, der sowohl einzeln als auch in Gruppen sehr gut zu grossen Gebäuden passt, bspw. vor Spitalgebäuden, Hotelanlagen etc. In seiner Heimat wird das Holz für den Möbelbau genutzt, und aus dem Harz wird Terpentin destilliert.

In der Adventsfloristik sind die seidig weichen Zweige bzw. Nadeln (Seidenföhre) sehr beliebt und werden häufig zu Dekorationszwecken mit den Zapfen gewonnen. Je nach Standort variiert die Anfälligkeit dieser Art für den Blasenrost stark.

FOTOS


Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.

Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.


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