Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
Über die Suchfunktion oben rechts (versteckt hinter den drei Querstrichen) oder die Hashtags am Ende jedes Pflanzenporträts können gezielt Arten mit bestimmten Eigenschaften gefunden werden.
Salix helvetica
Schweizer Weide

Eine herrliche Weide, die sich mit dem kompakten Wuchs und der silbrigen Belaubung bestens im Alpinum, in Steingärten wie auch in nordseitig aufgestellte Gefässe und Tröge integrieren lässt. Wichtig ist ein leicht saurer, humoser, gleichbleibend feuchter Boden.
In den Alpen, im Zentralmassiv sowie in den Pyrenäen und den Karpaten – also nicht auf die Schweiz beschränkt, wie der Namen vermuten lässt. Bevorzugt im alpinen bis hochalpinen Raum (1600–2650 m ü. M.) auf kalkarmen und feuchten bis nassen Geröllböden, bspw. entlang von Schmelzwasserbächen und an schneereichen Schattenhängen, wie auch in teils staunassen Talböden anzutreffen.
Dicht verzweigter, niederliegender Strauch von 0,8 bis 1,2 m (1,5 m) Höhe; im Alter oft breiter als hoch werdend.
Die länglich-ovalen, 3–7 cm grossen Blätter sind oberseits glänzend grün und im Austrieb flaumig behaart. Die Blattunterseite ist silberweiss, wollig und bleibend behaart; aus der Ferne betrachtet wirkt die Belaubung insgesamt silbergrau. Der Blattrand ist meist fein gezähnt sowie leicht eingerollt, im Herbst färben sich die Blätter gelb. Mit den Blättern, also im Mai (evtl. je nach Höhenlage erst im Juni/Juli), erscheinen die männlichen, gelblichen, duftenden und die grünlichen, weiblichen Blütenkätzchen auf verschiedenen Pflanzen (zweihäusig). Die Tragblätter der einzelnen Blüten sind am Rand dunkel.
Die jungen Zweige sind in der Regel filzig behaart und werden dann gelblich braun glänzend. Die Rinde der älteren Triebe ist gräulich, und es wird kein Stammholz gebildet. Ein sonniger bis halbschattiger Standort und ein frischer bis feuchter, humoser, leicht saurer Boden haben sich zum Kultivieren am besten bewährt. Salix helvetica erträgt stark kalkhaltige Böden nur schlecht.
Eine herrliche Weide, die sich mit dem kompakten Wuchs und der silbrigen Belaubung bestens im Alpinum, in Steingärten wie auch in nordseitig aufgestellte Gefässe und Tröge integrieren lässt. Wichtig ist ein leicht saurer, humoser, gleichbleibend feuchter Boden. Auf dauerfeuchtes Blattwerk, bspw. bei Überkopfberegnung in der Baumschule, reagiert die Schweizer Weide oft mit Pilzbefall auf den Blättern und Blattfall. Beim Errichten einer automatischen Bewässerungsanlage auf Dachgärten etc. sollten deshalb unbedingt Tropfschläuche anstelle von Sprinklern zum Einsatz kommen.
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
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