Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».

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Salix purpurea

Korbweide | Purpurweide




Salix purpurea 'Nancy Saunders'

Ein robuster, kräftiger, regenerationsfreudiger Strauch, der Hochwasser erträgt wie auch eine Eindeckung mit Geschiebe pro­blemlos übersteht und willig wieder austreibt.

VERBREITUNG

Europa und Asien; bevorzugt vom Flachland bis auf 2100 m ü. M., auf sandig-kiesigen Böden (Kies- und Sandbänken) entlang von Flüssen.

WUCHS

Aufrecht wachsender, sommergrüner Strauch von 1 bis 5 m (7 m) Höhe mit biegsamen, wenig verzweigten Trieben.

MERKMALE & EIGENSCHAFTEN

Die wechselständig, häufig aber auch nahezu gegenständig angeordneten, schmal lanzettlich geformten Blätter werden 5–12 cm lang und weisen einen hellen Mittelnerv auf; die Oberseite ist mattdunkelgrün, während die wächserne Unterseite bläulich grün erscheint. Das Laub ist am Rand besonders im oberen Bereich fein gezähnt, gegen den Blattgrund hin jedoch meist ganzrandig, und im Herbst färben sich die Blätter mehr oder weniger intensiv gelb. Nebenblätter sind in der Regel nicht vorhanden, und recht häufig sind die Blätter teilweise mit roten Blattgallen besetzt. Von März bis Mai entwickeln sich die männlichen und weiblichen Blüten (zweihäusig) auf verschiedenen Pflanzen; die weiblichen als längliche, graugrüne Kätzchen, die männlichen, die dekorativ wirken und angenehm duften, mit purpurroten Staubblättern versehen.

Die hängenden Fruchtkätzchen werden bis 5 cm lang und enthalten die kleinen Samen, die mit weisswolligen Flughaaren ausgestattet sind. Die jungen Zweige sind oft dunkelrot glänzend (Trivialname) bis gelblich grün und schattenseitig meist olivfarben. Die Rinde bzw. Borke wird auch im Alter kaum längsrissig, d. h. sie bleibt mehr oder weniger glatt und nimmt eine hellgraue Färbung an. Es werden keine forstwirtschaftlich nutzbaren Stammstärken erreicht, aber die Zweige sind extrem biegsam. Ein sonniger bis absonniger Standort auf einem frischen bis feuchten, feinsandigen bis schlickig-kiesigen Boden hat sich als optimal erwiesen. Salix purpurea erträgt saure bis stark alkalische Bodentypen und auch Trockenheit erstaunlich gut; sie gilt als die Weide mit der weitesten Standortamplitude.

Essenz

Ein robuster, kräftiger, regenerationsfreudiger Strauch, der Hochwasser erträgt wie auch eine Eindeckung mit Geschiebe pro­blemlos übersteht und willig wieder austreibt. Stimmig wirkt die Purpurweide immer in der Kombination mit Wasser – nicht nur aus ingenieurbiologischer Sicht –, jedoch sind auch im urbanen Raum flächige Verwendungen spannend, da das anmutig elegante Gehölz besonders gut mit modernen Sichtbeton-, Stahl- und Glasbaukörpern harmoniert. In Baumschulen wird sehr häufig die Zwergform Salix purpurea 'Nana', auch als Salix purpurea var. gracilis bekannt, kultiviert.

FOTOS


Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.

Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.


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