Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
Über die Suchfunktion oben rechts (versteckt hinter den drei Querstrichen) oder die Hashtags am Ende jedes Pflanzenporträts können gezielt Arten mit bestimmten Eigenschaften gefunden werden.
Salix viminalis
Echte Weide | Flechtweide | Hanfweide | Korbweide

Eine weitverbreitete Weidenart, die vom Menschen seit alters her als Kopfweide genutzt wird. Sie weist aber auch einen hohen ökologischen Wert auf als früh im Jahr blühender Pollenspender (Bienennährgehölz) und dient an Uferböschungen zahlreichen Vogelarten, aber auch Krebsen und Amphibien als Unterschlupf.
Eurasien; oft in Flussauen auf häufig überschwemmten, sandig-kiesigen bis lehmigen Böden. Wächst meist in tieferen Lagen von Meereshöhe bis 700 m ü. M., kann aber bis knapp 1000 m ü. M. aufsteigen.
Aufrecht wachsender, meist mehrstämmiger Grossstrauch oder Kleinbaum von 4 bis 10 m Höhe. Wird sehr häufig als Kopfweide (für Flechtmaterial) kultiviert.
Die wechselständig angeordneten, schmal lanzettlich bis linealisch geformten Blätter werden zwischen 9 und 18 cm lang. Der etwas wellige Blattrand ist leicht nach unten gerollt, und die Blattoberseite weist eine dunkel- bis graugrüne Färbung auf, während die Unterseite silbrig weiss bzw. glänzend behaart erscheint. Im Herbst färbt sich das Laub, je nach Temperaturverlauf und Standort, auffallend gelb. Die Pflanze ist zweihäusig (männliche und weibliche Blüten getrennt auf verschiedenen Individuen). Die Blütenkätzchen entwickeln sich im März/April vor dem Blattaustrieb und werden 5–8 cm lang. Die aufrechten weiblichen Kätzchen sind eher grünlich, während die männlichen Kätzchen gelblich erscheinen und leicht duften.
Die jungen Zweige sind flaumig behaart und brechen leicht von der Astbasis ab. Die Borke wird im Alter längsrissig und nimmt eine graubraune Färbung an. Das leichte, weiche, biegsame und zähe Holz ist nur wenig witterungsbeständig, die Rutenzweige werden aber gern als Flechtmaterial für Zäune, Körbe etc. oder zum Binden (Weidenbund) gewonnen und eignen sich auch für den Bau von Weidenhäuschen.
Ein sonniger und offener Standort auf einem feuchten bis nassen und nahrhaften, kiesigen Lehmboden hat sich bewährt. An den pH-Wert werden kaum Ansprüche gestellt, die Amplitude reicht von mässig sauer bis alkalisch. Die Echte Weide toleriert Überflutungen schadlos und hat sich, was Streusalzbelastung betrifft, als erstaunlich robust erwiesen.
Eine weitverbreitete Weidenart, die vom Menschen seit alters her als Kopfweide genutzt wird. Sie weist aber auch einen hohen ökologischen Wert auf als früh im Jahr blühender Pollenspender (Bienennährgehölz) und dient an Uferböschungen zahlreichen Vogelarten, aber auch Krebsen und Amphibien als Unterschlupf.
Ausserdem zum Lebendverbau, bei Rekultivierungen und als Faschine verwendet, verrichtet sie einen wichtigen Dienst im Uferschutz. Gelegentlich findet man auch Hybriden mit z. B. S. caprea und S. × smithiana oder gar Dreifachkreuzungen (S. caprea × S. cinerea × S. viminalis).
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
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