Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
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Salvia officinalis
Echter Salbei | Gartensalbei

Bereits im alten Rom wurde Salbeitee als desinfizierendes Mittel bei Schluckbeschwerden und Halsweh verwendet.
Ursprünglich im nördlichen und mittleren Teil der iberischen Halbinsel sowie in Südfrankreich, den südlichen Balkanstaaten und vielen Mittelmeerregionen, teilweise eingebürgert, in Felssteppen und steinigen Hängen.
Wintergrüner, graufilzig behaarter und bis 60 cm hoch wachsender Kleinstrauch, der sich mit zunehmendem Alter meist breiter als hoch entwickelt.
Die grüngrauen, gegenständig angeordneten, gestielten, schmal elliptischen bis länglich-eiförmigen Blätter werden 3–8 cm gross und sind besonders im Jugendstadium dicht graufilzig-flaumig behaart. Im Lauf des Sommers verkahlen sie auf der Blattoberseite, und der Blattrand ist in der Regel fein, seltener ganz gekerbt. Die Blätter bleiben im Winter meist zuverlässig am (Halb)strauch, also wintergrün, und werden im Frühjahr durch den Neuaustrieb ersetzt. Von Mai bis Juli (August) erscheinen die hellvioletten Blüten mit braunrötlichen Tragblättern in aufrechten Scheinquirlen auf zumindest an der Basis verholzenden Stängeln.
Die ganze Pflanze duftet aromatisch (ätherische Öle), und die Blüten werden gern von Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und zahlreichen weiteren Insekten besucht. Diese bereits im Altertum hoch geschätzte Heil- und Gewürzpflanze bevorzugt einen sonnigen und warmen Standort auf einem durchlässigen, kalkreichen und gern auch steinig-lehmigen Boden. In rauen Lagen ist ein Winterschutz, bspw. durch Abdecken mit Tannenästen, angebracht.
Bereits im alten Rom wurde Salbeitee als desinfizierendes Mittel bei Schluckbeschwerden und Halsweh verwendet. Reines Salbeiöl besitzt eine bakterizide Wirkung, ist in hohen Dosen aber giftig. In der Küche kann Salbei zum Würzen von Fleisch, Fisch oder Suppen etc. verwendet werden und gilt als verdauungsfördernd.
Der Gartensalbei gedeiht auch gut in Kübeln und Gefässen, nur sollten diese im Winter vor starkem Frost geschützt werden. Um einen dichten und kompakten Wuchs beizubehalten, ist ein kräftiger Verjüngungsschnitt im Turnus von 2 bis 3 Jahren unmittelbar nach der Blüte unbedingt empfehlenswert.
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
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