Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
Über die Suchfunktion oben rechts (versteckt hinter den drei Querstrichen) oder die Hashtags am Ende jedes Pflanzenporträts können gezielt Arten mit bestimmten Eigenschaften gefunden werden.
Sambucus racemosa
Bergholunder | Hirschholder | Roter Holunder | Traubenholunder

Ein frosthartes und an sich anspruchsloses, robustes Gehölz, das aber empfindlich auf Staunässe an den Wurzeln oder den falschen Boden reagiert.
Europa und Vorderasien; bevorzugt auf stickstoffreichen und kalkarmen Lehmböden in Hecken und Bergwäldern sowie an deren Rändern. Kann von Meereshöhe bis auf 2200 m ü. M. aufsteigen.
Locker aufrecht wachsender, breitbuschiger Strauch von 3 bis 4 m Höhe.
Die gegenständig angeordneten, unpaarig gefiederten Blätter sind im Austrieb oft leicht rötlich und können bis 30 cm lang werden. Das Blatt setzt sich aus meist fünf eiförmig-lanzettlichen, bis 7 cm langen, beidseitig hellgrünen Blättchen zusammen, deren Rand regelmässig gezähnt ist. Im April/Mai erscheinen die gelbgrünen bis grünlich gelbweissen, 5–10 cm langen und duftenden Blüten in aufrecht stehenden, rispigen Trauben am Ende der vorjährigen Kurztriebe.
Die scharlachroten, glänzenden und kugeligen Früchte werden bis 5 mm gross und reifen im Juli/August; sie sind roh ungeniessbar, die Kerne sind sogar giftig – und bleiben es auch nach dem Kochen! Der Saft aus den gekochten Beeren kann aber zu einem schmackhaften, vitamin- und mineralstoffreichen Getränk oder Gelee eingemacht werden.
Die graubraune Borke ist mit grossen Lentizellen besetzt und wird im Alter längsrissig-korkig. Das zähe, dichte Holz ist im Inneren mit einem rötlich braunen Mark gefüllt (Unterscheidungsmerkmal zum Schwarzen Holunder, Sambucus nigra, mit weisslichem Mark) und bei Drechslern äusserst beliebt. Die Wurzeln entwickeln sich eher oberflächennah und weit ausgebreitet.
Ein sonniger bis halbschattiger Standort auf einem frischen bis feuchten, aber gut drainierten, lehmig-humosen Boden, dessen Reaktion von sauer bis höchstens neutral (Kalk meidend) reicht, hat sich als optimal erwiesen.
Ein frosthartes und an sich anspruchsloses, robustes Gehölz, das aber empfindlich auf Staunässe an den Wurzeln oder den falschen Boden reagiert. Bei welkenden bzw. absterbenden Pflanzen sind meist Pilzkrankheiten wie Phytophthora oder Verticillium verantwortlich. Ansonsten ein wunderbares heimisches Vogelnährgehölz, das auch gut als Füllstrauch, in Kombination mit ähnlich konkurrenzstarken Sträuchern, verwendet werden kann.
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
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