Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».

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Skimmia japonica

Frucht­skimmie | Skimmie | Japanische Skimmie



Skimmia japonica 'Rubella'

Eine robuste stadtklimafeste und mittlerweile in zahlreichen Sorten kultivierte Pflanze, die besonders zur spätherbstlichen Dekoration und in der Adventszeit bzw. über den Winter als wechselflorartiges Dekogrün bei Gefässen in Ladenpassagen, Geschäftseingängen, Balkonkistchen etc. Verwendung findet.

VERBREITUNG

Japan, Sachalin (Russland) und Taiwan; bevorzugt in Wäldern, teilweise auch als Epiphyt auf alten Cryptomeria japonica, auf lockeren, humosen, leicht sauren Böden. Wurde 1861 vom schottischen Pflanzensammler Robert Fortune (1812–1880) aus Japan nach Europa eingeführt.

WUCHS

Variabel wachsender, breitbuschiger, immergrüner Strauch von 0,6 bis 1,5 m (1,8 m) Höhe, der besonders im Alter oder an sehr schattigen Standorten breiter als hoch wird.

MERKMALE & EIGENSCHAFTEN

Die wechselständig angeordneten, etwas ledrigen Blätter sind elliptisch bis verkehrteiförmig und können 8–12 cm lang werden; sie weisen eine mittel- bis tiefgrüne Färbung auf und duften beim Zerreiben aromatisch. Bei stark kalkhaltigen oder zu schweren Böden nehmen sie sofort eine gelbliche Färbung an.

Skimmia japonica ist zweihäusig, d. h. männliche und weibliche Blüten entwickeln sich auf verschiedenen Pflanzen. Die weissen, gelegentlich rötlich angehauchten Blüten erscheinen im April/Mai in 5–10 cm langen, aufrechten und duftenden Rispen. Die Einzelblüten werden bis 10 mm breit und sind vier- bis fünfzählig. Die ab September zahlreich reifenden, korallenroten, kugeligen Früchte werden bis 10 mm gross und bleiben meistens über den ganzen Winter am Strauch. Das Wurzelwerk entwickelt sich oberflächennah.

Ein absonniger bis schattiger Standort auf einem humosen, gut durchlässigen, frischen bis feuchten, nahrhaften Boden behagt diesem schattenverträglichen Gehölz am besten. Die Reaktion liegt vorzugsweise im sauren bis leicht sauren Bereich; dennoch werden auch neutrale und, wenn die übrigen Bodeneigenschaften stimmen, sogar leicht alkalische Böden toleriert.

Essenz

Eine robuste stadtklimafeste und mittlerweile in zahlreichen Sorten kultivierte Pflanze, die besonders zur spätherbstlichen Dekoration und in der Adventszeit bzw. über den Winter als wechselflorartiges Dekogrün bei Gefässen in Ladenpassagen, Geschäftseingängen, Balkonkistchen etc. Verwendung findet.

Durch das Massenangebot hat Skimmia japonica leider etwas den Ruf eines Wegwerfartikels bekommen, was schade ist, da sie besonders im Moorbeet oder mit Farnen im Schattengarten kombiniert sowie als Unterpflanzung von hochkronigen Bäumen als äusserst schattenverträgliche immergrüne Pflanze besticht. Zur Blütezeit wird sie auffallend intensiv von Bienen, Hummeln und Schwebefliegen besucht. Die ganze Pflanze gilt als leicht giftig.

FOTOS


Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.

Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.


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