Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
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Spiraea thunbergii
Frühlingsspiere | Grasstrauch | Thunbergs Spierstrauch

Ein anmutiges, aber wegen des frühen Vegetationsbeginns – Thunbergs Spierstrauch ist wohl die am frühesten blühende Spiere – etwas spätfrostgefährdetes Blütengehölz, das im Garten vielfältig verwendet werden kann.
China und Japan; an Hängen sowie am Waldrand und in Gebüschen auf verschiedenen Böden. Nach dem schwedischen Botaniker und Naturforscher Carl Peter Thunberg (1743–1828) benannt und ungefähr 1863 in Europa eingeführt.
Zierlicher, dicht verzweigt wachsender und elegant überhängender, 1–1,2 m (in seiner Heimat bis knapp 2 m) hoch und ebenso breit werdender, laubabwerfender Strauch mit hin- und hergebogenen, dünnen, rutenförmigen Trieben. Insgesamt eher langsam wachsend.
Die wechselständig angeordneten, sommergrünen Blätter werden 2,5–4 cm lang, sind schmal lanzettlich bis lineal-lanzettlich geformt und ihre Breite beträgt 4–6 mm; sie laufen an beiden Enden spitz zu. Der Blattrand ist scharf und fein gesägt, und die Färbung ist lebhaft hellgrün bzw. grasgrün (Trivialname). Dieser Spierstrauch treibt auffallend früh im Jahr die Blätter aus, und im Herbst leuchten diese recht lange herrlich gelb bis orangefarben.
Von Ende März bis Ende April/Anfang Mai erscheinen die reinweissen Blüten in sitzenden, meist fünfblütigen Schirmrispen an seitlichen Kurztrieben und werden gern von Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und verschiedenen weiteren Insekten besucht. Das Wurzelwerk erträgt nur wenig Konkurrenz und reagiert empfindlich auf Verletzungen (Grabarbeiten) und Verdichtung.
Ein etwas geschützter, sonniger bis halbschattiger Standort auf einem drainierten, aber frischen, lockeren, nahrhaften und sandig-lehmigen Boden behagt Spiraea thunbergii am besten. An die Bodenreaktion werden nur bescheidene Ansprüche gestellt; sie kann von mässig sauer bis mässig alkalisch reichen. Einmal eingewachsen und etabliert, werden auch Trockenperioden gut überstanden.
Ein anmutiges, aber wegen des frühen Vegetationsbeginns – Thunbergs Spierstrauch ist wohl die am frühesten blühende Spiere – etwas spätfrostgefährdetes Blütengehölz, das im Garten vielfältig verwendet werden kann: Als kleiner Solitär oder in Gruppen, in Staudenrabatten oder im japanisch gestalteten Garten und sogar auch als niedrige, lockere Hecke kann dieser Frühlingsblüher überzeugen.
Besonders schön wirken auch Unterpflanzungen mit zeitgleich blühenden Geophyten. Ein sanfter Auslichtungsschnitt ist nach der Blüte sinnvoll, um ein Vergreisen zu verhindern; ein warmer Sommer/Herbst fördert den Blütenansatz für das kommende Jahr.
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
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