Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
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Spiraea x vanhouttei
Belgischer Spierstrauch | Prächtiger Spierstrauch | Prachtspiere

Ein ausgesprochen anspruchsloser, frostharter und robuster Blütenstrauch – und wohl einer der bekanntesten Spiersträucher der gesamten Gattung überhaupt –, der als hochwachsender Solitärstrauch und Frühlingsblüher vielfältig verwendet werden kann.
Kreuzung zwischen S. cantoniensis und S. trilobata, die um 1862 von der Baumschule Billard in Fontenay-aux-Roses (F) erzielt und nach dem belgischen Pflanzenzüchter und Baumschulbesitzer Louis Benoît Van Houtte (1810–1876) benannt wurde.
Trichterförmig bogig aufrecht wachsender und dicht verästelter Strauch von 2 bis 2,5 m (3 m) Höhe, der mit den überhängenden Zweigen mit der Zeit eine schirmartige, ebenso breite wie hohe Gestalt annimmt.
Die sommergrünen, 3–4 cm langen Blätter können eiförmig, rhombisch oder verkehrteiförmig bis rund ausgebildet sein und sind in der oberen Hälfte kerbig gesägt und sanft drei- bis sechsfach gelappt; die Oberseite ist dunkelgrün, während die Unterseite bläulich grün gefärbt ist. Die Herbstfärbung kann von gelb bis gelblich orange reichen. Von Mai bis Anfang Juni erscheinen an seitlichen Kurztrieben auf nahezu der gesamten Länge der vorjährigen Triebe die weissen Blüten in bis 5 cm breiten Trugdolden (Schirmtrauben).
Die rotbraun glänzenden Triebe werden im Alter braunschwarz und fasern ab. Ein sonniger bis lichtschattiger (halbschattiger) Standort auf einem normalen, nicht zu trockenen und nahrhaften Gartenboden ist für Spiraea × vanhouttei ideal. Einmal eingewachsen und etabliert, werden auch hochsommerliche Trockenphasen gut überstanden.
Ein ausgesprochen anspruchsloser, frostharter und robuster Blütenstrauch – und wohl einer der bekanntesten Spiersträucher der gesamten Gattung überhaupt –, der als hochwachsender Solitärstrauch und Frühlingsblüher vielfältig verwendet werden kann. So sind eine Einzelstellung aber auch Gruppen oder gemischte Blütenheckenpflanzungen oft realisierte Möglichkeiten. Weniger bekannt, aber auch sehr reizvoll sind reine Blütenhecken mit der Prachtspiere, die sich kantig oder natürlich-rundlich gut formieren und als Raumteiler verwenden lassen.
Sehr schön wirken aber auch Kombinationen mit anderen Gehölzen wie z. B. Ziermalus (z. B. 'Red Sentinel'), Strauchrosen oder eine Unterpflanzung mit blauviolett blühenden Stauden (z. B. Geranium × magnificum). Gerade bei frei wachsenden Exemplaren ist ein regelmässiger, basisnaher Auslichtungsschnitt (möglichst tiefes Herausnehmen des alten Holzes) sinnvoll und wichtig, um einer Vergreisung entgegenzuwirken und die Blühwilligkeit zu erhalten.
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
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