Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
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Styphnolobium japonicum
Perlschnurbaum | Japanischer Pagodenbaum | Japanischer Schnurbaum

Eine wichtige, das extreme Stadtklima gut vertragende Gehölzart, die sowohl als Allee- wie auch als Parkbaum oder in Siedlungen und Schulhöfen mit ihrer Erscheinung beeindruckt. Nur in jungen Jahren ist Styphnolobium japonicum etwas frostgefährdet, später jedoch ausreichend frosthart, gut industriefest und streusalzverträglich.
Ursprünglich China und Korea; bevorzugt in Wäldern und Dickichten im Bergland. In Japan seit alters her in Kultur. Styphnolobium japonicum wurde über Gärtnergenerationen hinweg als Sophora japonica kultiviert, weshalb in der Praxis beide Namen geläufig sind. Die ersten Samen bzw. Jungpflanzen wurden im 18. Jahrhundert nach Amerika (1747) und Europa (England, 1753) eingeführt; in den Kew Gardens in London steht ein 1762 gepflanztes Exemplar.
Sommergrün belaubter, 20–25 m hoher und 10–18 m breiter Baum, der eine breit gewölbte, weit ausladende bis rundliche Krone ausbildet. Im Verhältnis zur Gesamthöhe ist der Stamm eher kurz, und die Hauptäste stehen typischerweise unregelmässig flach schräg aufwärts oder beinahe waagrecht vom Stamm ab.
Die wechselständig angeordneten, unpaarig gefiederten Blätter sind im Umriss länglich und werden bis 25 cm lang und 11 cm breit; sie setzen sich aus sieben bis 17 bis 5,5 cm langen, elliptischen bis eiförmigen Blättchen zusammen. Die Fiederblättchen sind ganzrandig, auf der Oberseite mattdunkelgrün, auf der Unterseite graugrün und leicht behaart. Die Blätter treiben im Frühjahr spät aus und färben sich im Herbst, ebenfalls eher spät, gelblich. Die gelblich oder Die wechselständig angeordneten, unpaarig gefiederten Blätter sind im Umriss länglich und werden bis 25 cm lang und 11 cm breit; sie setzen sich aus sieben bis 17 bis 5,5 cm langen, elliptischen bis eiförmigen Blättchen zusammen. Die Fiederblättchen sind ganzrandig, auf der Oberseite mattdunkelgrün, auf der Unterseite graugrün und leicht behaart. Die Blätter treiben im Frühjahr spät aus und färben sich im Herbst, ebenfalls eher spät, gelblich.
Die gelblich oder grünlich weissen, ca. 1 cm grossen Schmetterlingsblüten erscheinen in endständigen, bis 25 cm (30 cm) langen, lockeren, rispenartigen Trauben von Mitte Juli bis Anfang September überaus zahlreich. Die Bäume werden zur Blütezeit gern von Bienen besucht. Die abgefallenen Blüten können den Boden mit einer gelblich weissen Schicht bedecken. Aus den getrockneten Blüten wird ein gelber Farbstoff gewonnen, der zum Färben von Seide verwendet wird.
Der Baum blüht erst nach etwa 20 Lebensjahren. Die perlschnurartig gegliederten, walzenförmigen und bis 8 cm langen Hülsenfrüchte enthalten die bis 1 cm grossen, seitlich abgeflachten, schwarzbraun gefärbten und giftigen Samen. In jungen Jahren ist die Rinde der etwas sparrigen und steifen Triebe auffallend dunkelgrün und mit gelblich weissen bis hellbraunen Lentizellen besetzt. Im Alter nimmt die Borke eine graubraune Färbung an und wird furchig. Das Wurzelwerk entwickelt sich gut verzweigt und weit ausgebreitet.
Ein sonniger und warmer Standort auf einem gut durchlässigen, kiesig-lehmigen und nicht zu nahrhaften Boden beschert diesem herrlichen Parkgehölz die längste Lebensdauer. Die Reaktion liegt vorzugsweise im neutralen bis alkalischen Bereich (Kalk liebend). Insgesamt ist der Japanische Schnurbaum anspruchslos, was den Boden betrifft, und gedeiht auch auf mageren und sehr trockenen Böden noch zufriedenstellend. Nasskalte Böden oder gar Staunässe sind jedoch Gift!
Eine wichtige, das extreme Stadtklima gut vertragende Gehölzart, die sowohl als Allee- wie auch als Parkbaum oder in Siedlungen und Schulhöfen mit ihrer Erscheinung beeindruckt. Nur in jungen Jahren ist Styphnolobium japonicum etwas frostgefährdet, später jedoch ausreichend frosthart, gut industriefest und streusalzverträglich.
Mit der späten Blüte eine von vielen Insekten dankbar besuchte Pflanze und wertvolle Honigbienenweide. Im Strassenverkehr kann jedoch zur Zeit des Hauptblütenfalls die mitunter schneeartig dicke Schicht für Radfahrerinnen und -fahrer – gerade bei Nässe – eine Gefahr darstellen und fordert so die Stadtreinigung. Schnittmassnahmen sollten nicht zu spät im Winter ausgeführt werden, da das Gehölz ansonsten im Frühjahr stark blutet. Zudem sollte es nicht auf zu nahrhaften Böden gepflanzt oder intensiv gedüngt werden, da sonst die Winterhärte durch das nicht ausgereifte Holz eingeschränkt wird.
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
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