Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
Über die Suchfunktion oben rechts (versteckt hinter den drei Querstrichen) oder die Hashtags am Ende jedes Pflanzenporträts können gezielt Arten mit bestimmten Eigenschaften gefunden werden.
Symphoricarpos x chenaultii 'Hancock'
Bastard-Korallenbeere | Niedrige Purpurbeere

Ein ausgesprochen robuster Bodendecker und Flächenbegrüner, der auch mit schwierigen, herausfordernden Standorten (Wurzeldruck, steile Hänge, Streusalz und Schatten) gut zurechtkommt.
Bei dieser Art handelt es sich um eine Kreuzung zwischen S. microphyllus (Humb. et Bonpl. ex Schult.) Kunth und S. orbiculatus, die um 1910 in der Baumschule Chenault in Orléans (F) entstanden ist. Die beschriebene und häufig in Baumschulen kultivierte Sorte 'Hancock' ist zwischen 1940 und 1950 in den Woodland Nurseries, Cookville (Ontario, Kanada), selektiert worden.
Sommergrüner Strauch von 70 bis 110 cm Höhe und über 1,5 m Breite, der stark wächst und sich mit den bogig abstehenden bzw. überhängenden und sich wieder bewurzelnden, dünnen Trieben rasch flächig ausbreitet.
Die gegenständig an den dünnen, zierlich überhängenden Trieben angeordneten Blätter sind eiförmig bis rundlich und werden bis 2 cm gross; die Oberseite ist mittelgrün, die Unterseite hellgraugrün und etwas filzig. Die Blätter entwickeln sich zeitig im Frühjahr und bleiben lange, mitunter bis Ende November, am Strauch hängen. Von Juni bis Juli (August) erscheinen die rosafarbenen Blüten in Form von kurzen, endständigen Ähren. Die kugeligen, lilarosa bis rötlich weissen Früchte reifen ab September und bleiben bis zum Spätherbst am Strauch. Ein sonniger bis schattiger Standort auf einem mässig trockenen bis feuchten Gartenboden genügt der anspruchslosen Sorte 'Hancock' vollauf zum guten Gedeihen.
Ein ausgesprochen robuster Bodendecker und Flächenbegrüner, der auch mit schwierigen, herausfordernden Standorten (Wurzeldruck, steile Hänge, Streusalz und Schatten) gut zurechtkommt. Ein regelmässiger radikaler Rückschnitt im zwei-, dreijährigen Turnus hält die sich sonst etwas auftürmend überlagernde Niedrige Purpurbeere wüchsig und verhindert ein zu starkes Anwurzeln von bodenberührenden Trieben.
Leider haftet der in den 1960er- bis 1980er-Jahren bei grossen Wohnüberbauungen und Industriegebieten oft in riesigen Mengen gepflanzten Art bzw. Sorte der Ruf eines billigen – im Sinne von wertlosen – Strauchs an. An kleineren Böschungen oder in schwierigen Lagen aber nach wie vor ein dankbarer und pflegeleichter Strauch, der zudem ein gutes Insektennährgehölz und Igelversteck darstellt.
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
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