Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
Über die Suchfunktion oben rechts (versteckt hinter den drei Querstrichen) oder die Hashtags am Ende jedes Pflanzenporträts können gezielt Arten mit bestimmten Eigenschaften gefunden werden.
Tsuga canadensis
Kanadische Hemlocktanne | Kanadische Schierlingstanne

Ein gut frosthartes Nadelgehölz, das vorzugsweise an einem absonnigen und feuchtkühlen Standort gepflanzt wird. Innerstädtisches Klima und Abstrahlungswärme werden mit einer schütteren gelbbraunen Benadelung und Kümmerwuchs quittiert.
Im nordöstlichen Teil Nordamerikas; bevorzugt in kühlen Tälern mit einer hohen Luftfeuchtigkeit auf gut drainierten, nahrhaften und tiefgründigen, leicht sauren Böden.
Immergrüner Nadelbaum von 15 bis 20 m (30 m) Höhe, der eine breit pyramidale Krone ausbildet. Oft geht der Stamm gerade bis zur Spitze durch, aber auch mehrstämmige Exemplare sind nicht ungewöhnlich. Die Äste stehen nahezu waagrecht vom Stamm ab, und die Zweige hängen elegant über. Im Alter flacht sich die Krone ab und wird insgesamt lockerer. Am Naturstandort sind basisnahe Stammdurchmesser von 1 bis 2 m möglich.
Die nadelförmigen Blätter sind fast regelmässig zweizeilig an den Trieben angeordnet und werden 10–18 mm lang und 1,5 mm breit; ihre Spitze ist abgerundet, und die Oberseite weist eine glänzend dunkelgrüne Färbung auf, während die Unterseite grün gerändert ist und zwei weisse Stomabänder besitzt. Wenn mit dem Boden etwas nicht stimmt, z. B. wenn der pH-Wert zu hoch ist oder der Standort zu nass, dann verfärben sich die Blätter bzw. Nadeln ins Gelbliche und die ganze Pflanze wird lichter bzw. schütter; im Extremfall stirbt die Pflanze ab. Die jungen graubraunen bis gelblich braunen Triebe weisen oft eine kurze, weiche Behaarung auf, und die hellbraunen Knospen sind spitz eiförmig.
Die eher unscheinbaren Blüten erscheinen achsel- und endständig an den vorjährigen Zweigen. Darauf folgen die kurzgestielten braunen Zapfen, die stumpf eiförmig sind und bis 2 cm lang werden; sie enthalten die kleinen, hellbraunen Samen und bleiben auch nach deren Ausfliegen noch recht lange am Baum. Im Alter wird die Stammrinde bzw. bräunliche Borke tief gefurcht. In jungen Jahren bildet die Kanadische Hemlocktanne ein tief gehendes Hauptwurzelsystem aus; im Alter entwickelt sich dieses aber eher oberflächennah und gut verzweigt.
Ein sonniger bis halbschattiger Standort, der eine hohe Luftfeuchtigkeit aufweist, auf einem gut drainierten, aber frischen bis feuchten, humosen und nahrhaften Boden hat sich bestens bewährt. Die Reaktion kann von sauer bis höchstens neutral (Kalk fliehend) reichen. Trockenheit und Hitzephasen werden schlecht überstanden, und als Jungpflanze ist sie für einen windgeschützten und beschatteten Standort dankbar.
Ein gut frosthartes Nadelgehölz, das vorzugsweise an einem absonnigen und feuchtkühlen Standort gepflanzt wird. Innerstädtisches Klima und Abstrahlungswärme werden mit einer schütteren gelbbraunen Benadelung und Kümmerwuchs quittiert. Am richtigen Standort und auf optimalem Boden ist die Kanadische Hemlocktanne aber ein elegantes und robustes Nadelgehölz, das zudem gut schnittverträglich ist und in seiner Heimat auch als geschnittene hohe Hecke verwendet wird.
Sehr schön wirkt diese Konifere im Hausgarten oder in Parkanlagen, wo sie als Solitär oder in Gruppen auch einen idealen Schattenbaum für Moorbeetpflanzen darstellt. Eine alljährliche leichte Düngergabe mit einem physiologisch sauer wirkenden Dünger (Rhododendrondünger) hat sich in unseren Breiten bewährt, um die Pflanze vital zu erhalten.
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
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