Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
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Vaccinium corymbosum
Amerikanische Kulturheidelbeere | Blaubeere | Heidelbeere

Mit den hohen Standortansprüchen (Hügel-Moorbeet) ist diese Heidelbeere nicht immer ganz einfach im Nutzgarten zu integrieren, da in unseren Breiten die Böden meist zu lehmig und kalkhaltig sind.
Im Nordosten der USA sowie im östlichen Teil Kanadas; bevorzugt in sumpfigen Wiesen und in der Strauchschicht von lichten Mischwäldern. In Kultur befinden sich hauptsächlich gut fruchtende nordamerikanische oder deutsche Selektionen bzw. Sorten.
Sommergrün belaubter, straff aufrecht wachsender Strauch von 1 bis 2 m (3 m) Höhe.
Die wechselständig an den gelbgrünen Trieben angeordneten, ganzrandigen Blätter sind eiförmig bis lanzettlich und zugespitzt; sie werden 3–8 cm lang und sind auf der Oberseite dunkelgrün sowie kahl, während die hellere Unterseite auf den Nerven etwas behaart erscheint. Im Herbst färbt sich das Laub attraktiv orange bis scharlachrot. Die weissen bis leicht geröteten Blüten werden bis 1 cm lang, erscheinen zusammengefasst in dichten Büscheln im Mai und werden gern von Bienen besucht. Grundsätzlich sind die meisten Sorten selbstfruchtbar; durch eine Fremdbefruchtung (mehrere Sorten pflanzen) steigt jedoch der Ertrag.
Die kugeligen, blauschwarzen, etwas bereiften, säuerlich süss und erfrischend schmeckenden Beerenfrüchte werden sortenabhängig zwischen 7 und 15 mm gross und reifen ab Mitte Juli bis gegen Ende August/Anfang September. Wichtig: Die Früchte unbedingt nur im vollreifen Zustand ernten, da sie im halb reifen Zustand noch fade und unangenehm schmecken. Die Amerikanische Kulturheidelbeere enthält, im Gegensatz zur heimischen Blaubeere bzw. Heidelbeere (Vaccinium myrtillus), kaum blaurot färbenden Saft.
Ein sonniger Standort auf einem gut durchlüfteten, sandig-humosen und frischen Boden behagt ihr am besten. Die Reaktion muss zwingend im sauren bis schwach sauren Bereich liegen, da die Pflanze sonst kümmert. Schlecht durchlüftete und lehmige Böden wie auch solche mit einem pH-Wert über 6 sind für den Anbau ungeeignet.
Mit den hohen Standortansprüchen (Hügel-Moorbeet) ist diese Heidelbeere nicht immer ganz einfach im Nutzgarten zu integrieren, da in unseren Breiten die Böden meist zu lehmig und kalkhaltig sind. Alternativ kann sie auch gut in grossen Gefässen (ab 200 Liter Inhalt) mit entsprechender Drainage, passendem sauren Substrat und im Idealfall einer Tropfbewässerung mit kalkarmem Regenwasser verwendet werden.
Ein regelmässiger Auslichtungsschnitt und ein Anschneiden der einjährigen Langtriebe im Spätwinter fördern den Ertrag. Beim Düngen sollte man eher sparsam vorgehen, da die Pflanze nur geringe Nährstoffansprüche stellt, und in jedem Fall ist ein physiologisch sauer wirkender Dünger (Rhododendrondünger) zu verwenden. Idealerweise werden mindestens zwei verschiedene Sorten miteinander kombiniert, um den Fruchtansatz zu erhöhen.
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
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