Hier präsentieren wir eine Auswahl aus den über 4000 Pflanzen des Buches «Plantae».
Über die Suchfunktion oben rechts (versteckt hinter den drei Querstrichen) oder die Hashtags am Ende jedes Pflanzenporträts können gezielt Arten mit bestimmten Eigenschaften gefunden werden.
Viburnum opulus
Blutbeere | Drosselbeerstrauch | Gemeiner Schneeball | Gewöhnlicher Schneeball | Wasserholder | Wasserschneeball

Ein pflegeleichter Abdeck- und Gruppenstrauch, der in gemischten Wildhecken, aber auch für pflegeleichte Bereiche in Parkanlagen etc. gut zu verwenden ist. Ideal auch an feuchten bis nassen Böschungen, in der freien Landschaft und am Rand von Gewässern oder zur Unterpflanzung von lockerkronigen, hochgeasteten Bäumen geeignet.
Europa und Asien; bevorzugt in Auenwäldern, an Flussufern und an Waldrändern. Kann in den Alpentälern bis gegen 1500 m ü. M. aufsteigen und gilt als Feuchtezeiger.
Sommergrün belaubter, weit ausladender und eher unregelmässig locker aufgebauter Strauch von 3 bis 4 m (5 m) Höhe. Im Alter hängen die Zweige etwas über, und mit der Zeit treiben Wurzelschösslinge aus, wodurch die Pflanze dickichtartige Bestände bilden kann.
Die gegenständig angeordneten Blätter sind einem Ahorn (Acer) nicht unähnlich: meist drei- bis fünflappig ausgebildet und 8–12 cm lang wie ebenso breit; zur Spitze weisen sie eine unregelmässige Zähnung auf, zur Basis hin sind sie meist ganzrandig. Die kahle Blattoberseite ist frischgrün, die Unterseite graugrün und flaumig behaart. Im Herbst färbt sich das Laub prächtig von orange- bis weinrot. Die rahmweissen Blüten erscheinen im Mai/Juni in Form von bis 10 cm breiten, flachen, tellerförmigen Trugdolden. Die fertilen Innenblüten sind von einem Kranz steriler Randblüten umgeben.
Die ab August reifenden, rundlichen, glänzend roten, beerenartigen Steinfrüchte werden bis 10 mm gross und bleiben meist bis über den Winter hinein leuchtend am Strauch hängen. Sie sind für den Menschen roh ungeniessbar, wurden früher aber zu Gelee und Konfitüre verarbeitet. Erst im Winter werden die Früchte dieser Schneeballart von unseren heimischen Singvögeln spärlich gefressen. Dann sind die spitzkegeligen, bis 7 mm grossen, rötlich braunen Knospen mit einer Deckschuppe versehen und gut sichtbar.
Die hellgrauen Zweige weisen oft eine fleckenartige Maserung auf. Das Wurzelwerk ist dicht verzweigt und entwickelt sich, bodenabhängig, meist oberflächennah. Das blassgelbe Holz ist ausgesprochen biegsam, und kurzfristige Überschwemmungen der Pflanze werden problemlos akzeptiert.
Ein sonniger bis halbschattiger Standort auf einem feuchten bis zeitweilig nassen, nahrhaften, humus-/lehmreichen Boden ist ideal. Die optimale Reaktion liegt im neutralen bis alkalischen Bereich (Kalk liebend). Insgesamt aber ein recht anpassungsfähiges einheimisches und gut frosthartes Wildgehölz, das auch mit schwach sauren Böden zurechtkommt. Hitze und hochsommerliche Trockenphasen hingegen werden nur schlecht ertragen.
Ein pflegeleichter Abdeck- und Gruppenstrauch, der in gemischten Wildhecken, aber auch für pflegeleichte Bereiche in Parkanlagen etc. gut zu verwenden ist. Ideal auch an feuchten bis nassen Böschungen, in der freien Landschaft und am Rand von Gewässern oder zur Unterpflanzung von lockerkronigen, hochgeasteten Bäumen geeignet.
Der Gemeine Schneeball bietet Vögeln und Kleinsäugern Schutz. Die Blätter werden vom Schneeballblattkäfer (Pyrrhalta viburni) bzw. von dessen Larven teils massiv angefressen; es kann sogar zu einem Kahl- oder Skelettfrass der betroffenen Blätter bzw. Pflanzen kommen. Diese werden in ihrer Entwicklung geschwächt, treiben aber in der Regel willig wieder aus. Deshalb ist der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln in der Regel nicht gerechtfertigt. Aus optischen Gründen sollte man den Gemeinen Schneeball wegen des gelegentlichen Kahlfrasses nicht unbedingt in der Nähe von Sitzplätzen etc. pflanzen.
Eine von 4000 Pflanzen aus dem Nachschlagewerk PLANTAE.
Ein Handbuch der Gartenpflanzen, wie es noch keines gegeben hat – für Gärtnerinnen, Landschaftsarchitekten, Profis und Enthusiasten und für Bibliophile. Verfasst von Urs Lüscher.
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